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Book Club - Das Beste kommt noch
Book Club - Das Beste kommt noch
© 20th Century Fox © SquareOne

Kritik: Book Club - Das Beste kommt noch (2018)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Bill Holderman gibt mit "Book Club – Das Beste kommt noch" sein Debut als Regisseur – setzt vor der Kamera jedoch auf überaus erfahrene Personen: Mit dem Hauptdarstellerinnen-Quartett Diane Keaton ("Der Stadtneurotiker"), Jane Fonda ("Klute", "Grace & Frankie"), Candice Bergen ("Murphy Brown") und Mary Steenburgen ("Melvin und Howard") wartet das Werk mit vier echten Größen der US-Film- beziehungsweise Seriengeschichte auf, und auch in den Nebenrollen ist die Komödie um Freundschaft und Liebe im fortgeschrittenen Alter exzellent besetzt – von Andy Garcia ("Ocean's Eleven") über Don Johnson ("Miami Vice") bis hin zu Craig T. Nelson ("Poltergeist").

Die Geschichte, die das Drehbuch von Holderman und Erin Simms schildert, verläuft recht formelhaft; dennoch lässt das Ensemble eine außerordentliche Spielfreude erkennen. Wenn die vier Protagonistinnen sich treffen, um im Rahmen ihres Buch-Clubs über Literatur, vor allem aber über ihren eigenen Alltag sowie ihre persönlichen Sorgen zu reden, profitiert die Inszenierung von der Chemie zwischen den vier Interpretinnen, denen man in ihrer Interaktion gerne glaubt, dass ihre Figuren eine langjährige und innige Freundschaft verbindet. Die Dialoge sind witzig und charmant, wenngleich die Bemühung, eine Art "Sex and the City" für die ältere Generation zu schaffen, allzu offensichtlich und insgesamt zu brav geraten ist.

Neben den Szenen zu viert sind auch einige Passagen, die sich mit dem neu entflammten Liebesleben der Frauen befassen, sehr gelungen. Wenn die von Diane Keaton verkörperte Diane dem Piloten Mitchell begegnet und dabei einerseits mit ihrer Flugangst zu kämpfen hat und andererseits zu verbergen versucht, dass sie gerade "Fifty Shades of Grey" liest, kommt Keatons Comedy-Talent perfekt zur Geltung. Ebenso sind die Erlebnisse, die die von Candice Bergen gespielte Sharon im Online-Dating-Bereich macht, äußerst amüsant – nicht zuletzt dank des trockenen Humors, den Bergen diesen Momenten verleiht. All das ist zwar wenig tiefgründig, sorgt jedoch für angenehm-leichte Unterhaltung.

Fazit: Eine Komödie um langjährige Freundschaft und Liebe im Alter, die kaum Tiefgang, aber ein sehr sympathisches Hauptdarstellerinnen-Quartett und diverse lustige Situationen bietet.




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