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Kritik: Dancing Queens (2018)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Mit "Dancing Queens" liefern der Drehbuchautor Shane Atkinson und die Regisseurin Zara Hayes, die den Plot mitentwickelt hat, eine Geschichte, die an die britische Produktion "Tanz ins Leben" (2018) denken lässt. Auch hier geht es um späte (aber nicht zu späte) Selbstermächtigung durch Tanz und Bewegung. Überdies schildert der Film die Entstehung von Freundschaften unter Frauen im fortgeschrittenen Alter.

Seine besten Momente hat das Werk auch stets dann, wenn es sich diesen Freundschaften widmet – und wenn es die diversen Formen von Altersdiskriminierung thematisiert, denen sich die Protagonistinnen ausgesetzt sehen. Die Gründung eines aus älteren Damen bestehenden Cheerleading-Clubs ruft Missbilligung und Häme hervor, da eine solche Betätigung nicht als alterskonform angesehen wird. Insgesamt bleibt "Dancing Queens" jedoch zu sehr an der Oberfläche; die meisten Konflikte werden rasch beiseitegeschoben. Noch schwerer wiegt, dass der individuellen Gestaltung der Figuren kaum Aufmerksamkeit gewidmet wird. Wir erfahren zu wenig über die einzelnen Mitglieder des Damen-Oktetts, um sie wirklich kennenzulernen.

Diane Keaton ("Der Stadtneurotiker") verleiht der Heldin Martha den für sie typischen spröden Charme. Es macht wie immer Spaß, sie auf der Leinwand zu erleben; eine allzu große Herausforderung stellt die Rolle für sie allerdings nicht dar. Jacki Weaver ("Königreich des Verbrechens") sorgt als genussfreudige Nachbarin von Martha für Witz, kommt aber nur selten gegen die klischeehafte Zeichnung ihres Parts an. Und auch Rhea Perlman ("Cheers"), Pam Grier ("Jackie Brown") sowie die jüngeren Semester Charlie Tahan ("Wayward Pines") und Alisha Bo ("Tote Mädchen lügen nicht") wirken in der konventionellen Umsetzung des formelhaften Skripts recht vergeudet.

Fazit: Eine aufmunternde Geschichte mit guter Besetzung und ein paar gelungenen Momenten, die letztlich jedoch zu stereotyp daherkommt.




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