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Kritik: Detektiv Conan - The Movie (22) - Zero der Vollstrecker (2018)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Manga und Anime erfreuen sich auch hierzulande großer Beliebtheit. Der von Gosho Aoyama 1994 erdachte Mini-Detektiv ermittelt bereits seit 2001 auf Deutsch. Seine Fälle füllen mittlerweile mehr als 90 Bände. Und auch die 1996 in Japan gestartete Anime-Serie und die seit 1997 im jährlichen Rhythmus folgenden Anime-Kinofilme waren ab 2002 in Deutschland auf verschiedenen Sendern zu sehen. Im Rahmen der KAZÉ Anime Nights ist das jüngste Abenteuer des kleinen Ermittlers in Deutschland und in Österreich als einmaliges Event Kino auf über 200 Leinwänden zu sehen.

"Zero der Vollstrecker" ist der 22. und bislang erfolgreichste Film der Reihe. In Japan spielte er mehr als neun Milliarden Yen, umgerechnet etwa 74 Millionen Euro, ein, was ihn in seinem Herkunftsland in die Top Ten der erfolgreichsten Anime-Filme aller Zeiten katapultierte. Neben liebenswerten, dem Publikum über die Jahre ans Herz gewachsenen Charakteren dürfte das vor allem an der wendungsreichen, actiongeladenen und dadurch äußerst spannenden Story liegen. Regisseur Yuzuru Tachikawa setzt auf eine ausgewogene Mischung aus Witz und Tempo.

Wer weder den Manga noch den Anime kennt, den bringt eine kurze Einführung auf den neuesten Stand. Danach stürzt die Handlung aus der Feder von Drehbuchautor Takahiro Ohkura mitten ins Geschehen. Die Geschichte um ein falsches Spiel verschiedener Behörden, die sich gegenseitig ausbooten wollen, ist komplex. Die Action, die in einem furiosen Finale samt Rettung in letzter Minute noch einmal ordentlich zulegt, ist rasant. Dieser Animationsfilm hat nicht ohne Grund eine Altersfreigabe ab 12 Jahren. Für die ganz Kleinen im Kinopublikum sind die schnellen Schnitte, die krachenden Explosionen und eine dröhnende Autoverfolgungsjagd vielleicht zu viel. Und wer nicht aufpasst, bekommt selbst als Erwachsener Probleme, allen Entwicklungen dieses verworrenen Kriminalfalls zu folgen.

Aufmerksame Zuschauer werden indes mit einem abwechslungsreichen, amüsanten und spannenden Kinderkrimi belohnt, der zwischen den Zeilen ernste und schon mal pathetisch patriotische Töne anschlägt. Ein Anime-Abenteuer, das visuell zwar ein gutes Stück hinter der Konkurrenz zurückbleibt, dafür aber mit Herz und Witz punktet.

Fazit: Der 22. Kinofilm des kleinen Detektivs ist ein amüsanter, temporeicher und actiongeladener Anime-Krimi, der sich an etwas ältere Kinder richtet. Auch wenn er visuell nicht mit den Großen des Animationsfilms mithalten kann, punktet der spannende Spaß mit Herz und Witz.




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