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Metallica & San Francisco Symphony S&M2
Metallica & San Francisco Symphony S&M2

Kritik: Metallica & San Francisco Symphony S&M2 (2019)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Vor zwei Dekaden unterstellten viele Kritiker der Band, das Projekt nur aus kommerziellen Gründen umgesetzt zu haben. Außerdem wurde die (angeblich mangelhafte) Songauswahl moniert. Vermutlich werden bei "S&M 2" dieselben Kritiker und/oder Hardcore-Fans exakt die gleichen Aspekte bemängeln. Zumindest das zweite Argument ist in diesem Fall nicht haltbar, denn in Sachen Setlist-Zusammenstellung beweist die Band diesmal tatsächlich ein gutes Gespür für eine sowohl die neuen als auch die alten Fans berücksichtigende, harmonische Auswahl.

Metallica spielen erstmals Songs aus allen Alben und lassen so alle Karrierephasen in das Konzert mit einfließen. Unvergängliche Kult-Songs wie "Master of Puppets", "One" und natürlich das unkaputtbare "Nothing else matters" fehlen ebenso wenig wie jüngere Stücke und Fan-Lieblinge. Darunter "Confusion" und "Halo on Fire" vom letzen Album oder "The day that neve comes" vom 2008er-Werk "Death Magnetic".

Komplett in schwarz gekleidet, präsentiert sich die Band in ausgezeichneter Spiellaune. Und: Sie profitiert von einem bestens aufgelegten Publikum, dass sich als textsicher erweist und oft in hymnisch-euphorische, fast ausladende Fan-Gesänge verfällt, die an Fußballstadion-Klänge erinnern. Etwa gleich zu Beginn während des langen Orchester-Instrumentalteils des von Ennio Morricone komponierten "Ecstasy of gold". Wie schon vor 20 Jahren ergänzen sich die harten, metallischen Klänge wunderbar mit den sanften, klassischen Passagen des Orchesters. Höhepunkte: Die nur vom San Francisco Symphony vorgetragene Skythische Suite von Prokofiev und der erstmals seit Jahren live präsentierte Klassiker "Anesthesia" von 1983.

Fazit: Stimmungsvolles, gelungenes Aufeinandertreffen zweier musikalischer Welten mit atemberaubenden Kamerafahrten und blendend aufgelegten Musikern.




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