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Eine Handvoll Worte - Jennifer Stirling (Shailene...ner).
Eine Handvoll Worte - Jennifer Stirling (Shailene Woodley) und Anthony O'Hare (Callum Turner).
© Studiocanal GmbH / Parisa Taghizadeh

Kritik: Eine Handvoll Worte (2021)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Mit "Eine Handvoll Worte" wird ein weiterer Roman der britischen Bestseller-Autorin Jojo Moyes verfilmt, nachdem sich 2016 die Leinwand-Adaption von "Ein ganzes halbes Jahr" als großer Erfolg erwies. Das von Augustine Frizzell inszenierte Werk wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen zeigt es uns das London der 1960er Jahre, zum anderen befinden wir uns in der Gegenwart der englischen Metropole. Reizvoll ist dabei vor allem, wie unterschiedlich Gefühle damals und heute ausgelebt werden (können).

Der Strang um die Journalistin Ellie, die eine komplizierte Beziehung hinter sich hat und sich in den entdeckten Liebesbriefen zwischen der verheirateten Jennifer und dem einfühlsamen Anthony verliert, steckt voller Situationskomik. Die Annäherung zwischen ihr und dem introvertierten Archivar Rory hat etwas angenehm Alltägliches. Hier gibt es keine großen romantischen Gesten, sondern etliche kleine, oftmals witzige und herrlich verhuschte Momente. Die Sequenzen in den Sixties sind deutlich kitschiger geraten. Die Bilder, unter anderem im Urlaub an der französischen Küste, lassen an alte Kino-Romanzen denken. Und auch die Ausstattung und die musikalische Gestaltung geben sich ganz der Melodramatik hin. Als Kontrast zu den Passagen in der Gegenwart ist das interessant; dramaturgisch können die Ausflüge in die Vergangenheit allerdings kaum überzeugen, da zu viele Klischees reproduziert werden.

Getragen wird "Eine Handvoll Worte" insbesondere von der sympathischen Verkörperung der Hauptrolle durch Felicity Jones ("Star Wars: Rogue One") und der Chemie zwischen Jones und ihrem Co-Star Nabhaan Rizwan ("Mogul Mowgli"). Shailene Woodley ("Das Schicksal ist ein mieser Verräter") und Callum Turner ("Emma.") interpretieren ihre Parts als unglücklich Verliebte sehr gefühlvoll, kommen aber nur bedingt gegen den konventionellen Plot an.

Fazit: Ein Liebesfilm, der Vergangenes und Heutiges miteinander verbindet und dabei mal humorvoll, mal allzu sentimental vorgeht. Felicity Jones liefert eine einnehmende Schauspiel-Leistung.




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