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Havelland Fontane
Havelland Fontane
© Krokodil Distribution

Kritik: Havelland Fontane (2019)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Bernhard Sallmann bleibt sich und seinem schlichten, von einer strengen Komposition geprägten Konzept treu. "Havelland. Fontane" schließt Sallmanns vierteiligen Dokumentarfilmzyklus auf den Spuren von Theodor Fontanes "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" ab. Und abermals setzt der Regisseur auf den gewohnten Wechsel von langen, kontemplativen Einstellungen und den von Judica Albrecht sonor aus dem Off vorgetragenen Fontane-Zitaten.

Dementsprechend bleiben die Stärken und Schwächen dieselben wie in den drei vorangegangenen Filmen "Oderland. Fontane", "Rhinland. Fontane" und "Spreeland. Fontane". Das ruhige Erzähltempo, aber auch die unkommentierte Gegenüberstellung von in der Vergangenheit niedergeschriebenen Beobachtungen und in der Gegenwart gemachten Aufnahmen regen zum Nachdenken an. Wie von selbst tun sich in den Köpfen der Zusehenden und Zuhörenden eigene Bilder und Assoziationen auf.

Wie seine Vorgängerfilme ist aber auch "Havelland. Fontane" kein Hingucker. Viele der Digitalaufnahmen wirken flach, vermitteln die Schönheit und Plastizität der in Fontanes Worten beschriebenen Landschaften allenfalls ansatzweise. Die Bildauswahl wirkt zum Teil beliebig. Warum Sallmann beispielsweise keine Schwäne zeigt, wenn sich Fontanes Text diesen majestätischen Vögeln widmet, bleibt unklar. Und so lebt auch der Abschluss dieser Tetralogie weniger von Sallmanns Bildern als vielmehr von Fontanes Worten, die dieses Mal gerade bei den historischen Schilderungen überaus amüsant sind.

Fazit: Bernhard Sallmann schließt seinen auf vier Teile angelegten Zyklus mit "Havelland. Fontane" ab und bleibt sich treu. Die aus dem Off vorgetragenen, über gegenwärtige Landschaftsaufnahmen gelegten Worte des berühmten Schriftstellers laden zum Nachdenken und Assoziieren ein, werden aber auch schnell redundant.




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