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Der Prinz aus Zamunda 2
Der Prinz aus Zamunda 2
© Paramount Pictures Germany

Kritik: Der Prinz aus Zamunda 2 (2020)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Man hat sich als Filmfan ja bereits daran gewöhnt: Jeder halbwegs erfolgreiche Film aus den 80ern oder 90ern des letzten Jahrtausends bekommt ein Re-Make, ein Sequel - sofern die Darsteller von damals noch in halbwegs herzeigbarem Alter sind - oder irgendeine andere Neuauflage. Man ködert damit Kinder dieser Jahrzehnte, und davon gibt es viele, die die Helden ihrer Jugend noch einmal auf der großen (oder kleinen) Leinwand sehen wollen. Die Qualität der Neuadaptionen reicht in nur ganz seltenen Fällen an jene der Originals heran, in den allermeisten Fällen pendelt sich das Fazit irgendwo zwischen "ganz nett", "verzichtbar" und "grottenschlecht" ein.

"Der Prinz aus Zamunda 2" siedelt sich zwischen den letzten beiden Kategorien an. Einerseits ist es lobenswert, dass die Macher rund um Eddie Murphy die Charakteristiken und Eigenarten des ersten Teils behalten wollten und nicht einfach eine hippe Revision vom Zaun brachen, die zwanghaft zeitgeistig sein will. Andererseits mangelt es an allen Ecken und Enden an kreativen Ideen. Ein Schmunzeln mag sich nur äußerst selten einstellen und in weiten Teilen bietet der Film nicht mehr als drögen Klamauk, dessen offensichtlich in großen Massen vorhandene finanzielle Mittel und überbordende Ausstattung auch nicht über die Inhaltsleere hinwegtäuschen können.

Auch Eddie Murphy, der sich beim Release des ersten Teils auf dem Höhepunkt seiner Karriere befunden hatte, kann kaum überzeugen. Alles in "Der Prinz aus Zamunda 2" wirkt irgendwie müde und satt und man hat den Eindruck, dass nicht einmal die Darsteller wirklich Freude an ihrer Arbeit hatten. Das ist schon ziemlich enttäuschend. Da hilft es dann auch wenig, dass auf dem Nostalgie-Klavier geklimpert wird und alte, legendäre Figuren wie die "Friseurladen-Gang" aus Brooklyn oder Entertainer Randy Watson in Kurzauftritten zurückkehren, wenn dem Film an sich jener Humor und auch jene Herzlichkeit abgehen, die Teil 1 ausgezeichnet und (zurecht) so erfolgreich gemacht hatten.

Fazit: Eine (weitere) überflüssige Fortsetzung: Die offenbar großzügig vorhandenen finanziellen Mittel können nicht über die Ideenlosigkeit der Macher hinwegtäuschen, die mit "Der Prinz aus Zamunda" nur einen müden und übersatten Aufguss schaffen, der auch dem Andenken an den gelungenen ersten Teil schadet.




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