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Horizon Line
Horizon Line
© Constantin Film

Kritik: Horizon Line (2020)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Mit "Horizon Line" knüpft der 1970 in Stockholm geborene Regisseur Mikael Marcimain auf Basis eines Drehbuchs des Duos Josh Campbell und Matthew Stuecken ("10 Cloverfield Lane") an die Tradition des Katastrophenfilm-Genres an, das insbesondere in den Seventies überaus beliebt war. In Werken wie "Airport" (1970) und "Airport 2 – Giganten am Himmel" (1974) wurden Hollywood-Stars über den Wolken mit schweren Herausforderungen konfrontiert.

Während es sich dabei meist um Ensemble-Erzählungen mit großem Cast handelte, ist "Horizon Line" im Wesentlichen ein Zwei-Personen-Stück. Der Kino-Veteran Keith David ("Das Ding aus einer anderen Welt") hat zu Beginn einen kurzen Auftritt als Pilot. Doch als dieser an einer Herzattacke stirbt, konzentriert sich der Film ganz auf Sara und Jackson, die nun im Kleinflugzeug um ihr Leben kämpfen müssen. Die Beziehung der beiden, die vor allem von Saras Bindungsängsten geprägt ist, wird im ersten Akt der Handlung beleuchtet. Somit begeht das Skript nicht den genreüblichen Fehler, zwei Figuren ohne jeglichen Hintergrund in den Mittelpunkt zu stellen. Dennoch sind Sara und Jackson ziemlich konventionell gezeichnet – und ihre gemeinsame Geschichte nimmt einen recht kitschigen Verlauf. Mit Allison Williams, die insbesondere in der Horror-Satire "Get Out" (2017) brillierte, und Alexander Dreymon ("The Last Kingdom") ist das Werk zwar solide besetzt, allzu intensiv fällt das Spiel der beiden indes nicht aus.

So kommt es an Bord des kleinen Flugzeugs durchaus zu einigen spannenden Momenten, wenn etwa Unwetter droht oder es plötzlich an Treibstoff mangelt. Mehr als ein passables B-Movie sollte man aber nicht erwarten.

Fazit: Ein Katastrophen-Szenario, das den Figuren Raum gibt, jedoch mit wenig Originellem aufzuwarten weiß und schauspielerisch eher enttäuscht.




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