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Das Glück zu leben - The Euphoria of being
Das Glück zu leben - The Euphoria of being
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Kritik: Das Glück zu leben - The Euphoria of being (2019)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Manche Dokumentarfilme sind ganz simpel aufgebaut und trotzdem (oder gerade deswegen) großartig. "Das Glück zu leben – The Euphoria of being" begleitet die Proben zu einer Tanzperformance bis zu deren Uraufführung. Nicht mehr und doch ist Réka Szabós Film so viel mehr, weil er unglaublich viel dazwischen erzählt.

Réka Szabó ist Regisseurin und Choreografin und im Film präsent, weil der darin einstudierte Tanz von ihr stammt. Von Éva Fahidis Autobiografie "Die Seele der Dinge" inspiriert, hat sie die Choreografie auf die 90-jährige Fahidi und deren Tanzpartnerin Emese Cuhorka zugeschnitten. Es ist beeindruckend, wie begeistert Fahidi zur Sache geht und wie fit und beweglich sie in ihrem Alter ist. Das Faszinosum dieses Films ist aber die Verbindung der beiden Tänzerinnen, die zu wunderbaren Szenen führt. Ihr Tanz ist intim, filigran und verströmt etwas Träumerisches.

In Szabós Choreografie tanzt Fahidi quasi ihr Leben. Um dafür die richtigen Bewegungen zu finden, kommen die drei Frauen in unzähligen Gesprächen zusammen. Dann sitzen sie in Éva Fahidis Wohnung und tauchen mit Fotoalben auf dem Schoß in ihre Vergangenheit ab. Das sind die anderen großen Momente, wenn sich Fahidi an die an ihrer Familie und an ihr verübten Verbrechen gegen die Menschlichkeit und an das Leben danach erinnert.

"Das Glück zu leben – The Euphoria of being" zeigt eine Frau, die sich auch mit 90 Jahren nicht unterkriegen lässt und ihre Lebenslust nicht verloren hat. Éva Fahidi tanzt immer noch. Denn wer sollte auch sonst über dieses Leben tanzen, wenn nicht sie?

Fazit: "Das Glück zu leben – The Euphoria of being" ist ein Dokumentarfilm über die Proben zu einer Tanzaufführung – und so viel mehr. Ganz nebenbei zeichnet die Regisseurin und Choreografin Réka Szabó das Porträt einer Frau, die am Leben hängt und sich von den Schattenseiten des Lebens nicht unterkriegen lässt. Das Porträt ist so zärtlich und intim wie die wunderbar choreografierten Bewegungen des im Film gezeigten Tanzes.




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