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Zack And Miri Make A Porno
Zack And Miri Make A Porno
© Wild Bunch

Kritik: Zack And Miri Make A Porno (2008)


Smith and Rogen make a rom com: "Zack und Miri" ist recht nett – und damit vermutlich genau das Gegenteil von dem, was Kevin Smith so offensichtlich dringend gewollt hat. Der inzwischen 38jährige Geek King lieh sich vom kommerzielleren Soul Mate Judd Appatow mal eben Seth Rogen aus, um eine Art fruchtig-frechen Liebesfilm der anderen Art ins Kino zu bringen. Herausgekommen ist eine erstaunlich altbackene, vorhersehbare Liebeskomödie mit jeder Menge Kalauern und ein paar witzigen Szenen.
Die Story: Zack (Rogen) und Miri(am) (Elizabeth Banks), zwei Slacker-Klischees von etwa 1991, kennen sich seit Kindheitstagen, leben seit Ende der Schulzeit (geschwisterlich) zusammen und leiden unter akuter Geldnot. Inspiriert durch ein überraschendes Jahrgangstreffen entscheidet Zack, mit einem selbstgemachten Porno reich zu werden und entdeckt dabei, dass Miri vielleicht doch mehr als eine beste Freundin für ihn ist.
Und genau das vermag leider gar nicht zu überzeugen: Smith lässt mit einer romantisch gemeinten, aber lahmen Sexszene die große Liebe zwischen beiden ausbrechen. Was eher belustigend, denn rührend wirkt, zumal die plötzliche extreme Verzückung Miris für Zack – der in Gestalt von Rogen wie ein leidlich amüsierter Außenstehender in Smith’ Panoptikum der schrägen Typen herumlungert – schon fast ironisch anmutet.
Abgesehen von der konservativ-rührseligen Liebesgeschichte geht es jedoch unterhaltsam zu: Der Pornodreh und das Drumrum sind leidlich lustig. Wirklich Spass macht Zack und Miris High School Reunion, in der Brandon Routh (Superman) und Justin Long in zwei komischen Cameos auftauchen – wobei Routh ernsthaft Mühe hat, dabei ernst zu bleiben. Jason Mewes (Silent Bobs Jay) ist ebenfalls in einer dankbaren Rolle mit dabei, als übereifriger, wenn auch grenzdebiler Pornodarsteller. Die Fanboys dürften außerdem zwei authentische Exemplare – Traci Lords und Kate Morgan – in Self Spoof-Parts entzücken. Bei Banks fragt man sich, warum sie keine Rollen à la Kate Hudson und Meg Ryan abbekommt – deren Fach beherrscht sie nämlich perfekt. Auch ihr aufgesetzt loses Mundwerk als Miri beschmutzt kaum die geballte blonde Niedlichkeit.
Fazit: "Zack und Miri" ist eine überraschend betuliche Romantikkomödie, versetzt mit einigen derben Schoten, über die sich der eine oder andere 13jährige köstlich amüsieren wird. Wie schon im Titel vorgegeben, will der Film schlauer und frecher sein, als er wirklich ist. Die Witzigkeit beschränkt sich auf wenige Szenen. Unterhaltsamer als konventionelle, sauber-sterile Hollywoodkomödien ist Smith’ zweiter Mainstreamversuch dennoch allemal.





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