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Final Destination 4 - 2D-Hauptplakat
Final Destination 4 - 2D-Hauptplakat
© 2009 Warner Bros. Ent.

Kritik: Final Destination: Death Trip (2009)


Der Tod kriegt sie alle! Es ist noch nie jemandem gelungen dem Sensemann von der Schippe zu springen – und natürlich macht der Gevatter auch nicht Urlaub, wie "Rendezvous mit Joe Black" einst weismachen wollte. Im Grunde ist dies die Aussage aller "Final Destination"-Sequels. Das Ende ist damit quasi immer schon vorgegeben. Trotzdem bezieht dieser spezielle Genrevertreter jedes Mal seine Spannung daraus, dass es womöglich dennoch jemandem gelingen könnte dem eiskalten Händchen des Hades zu entgehen. Ganz ernst wollen die Filme der Reihe dabei natürlich nicht verstanden werden. Dieser bizarre Mix aus äußerst makaberer Komik und immer wieder neuer, originell pointierter Ablebevariationen ist es, der bei den Fans reichlich Kurzweil und fun-splattriges Amüsement produziert. Man muss allerings bereit sein sich auf die etwas absonderliche Handlungslogik und den zwangläufig gnadenlos-unsausweichlichen Plot einzulassen - andernfalls wird sich kaum Vergnügen einstellen.

Wie „traditionell“ üblich gibt es eine furiose Opening-Sequenz: Während eines Nascar-Rennns hat Nick O´Bannon (Bobby Campo) plötzlich die Vision einer herannahenden Katastrophe: Ein auf der Fahrbahn liegender Schraubenzieher wird eine verheerende Kettenreaktion auslösen. Es folgt eine Massenkarambolage, Rennwagen kollidieren, fangen Feuer und einer wird auf die Tribüne geschleudert, auf der Nick und seine Freundin gemeinsam mit einem befreundeten Pärchen sitzen. Viele dutzend Menschen finden anschließend auf grauenvolle Weise den Tod. Nick erwacht aus dieser apokalyptischen Zukunftsprojektion gerade rechtzeitig, um sich, seine Freunde und noch ein paar andere Personen von der Tribüne zu befördern und ihnen damit das Leben zu retten. Dann bricht die Hölle los. Ein paar wenige sind aber ihrem Schicksal entronnen – vorerst.

Das Regieruder für den postulierten Abschluss der Todessaga übernahm diesmal David R. Ellis, der bereits beim zweiten Teil das Sagen hatte und auch schon so absonderliche Creature-Horror-Movies wie "Snakes on a Plane" inszenierte. Um die Vorgänger noch zu übertreffen und der Reihe ein respektables Finish zu spendieren, wurde auf modernste 3D-Technik zurückgegriffen, und so fliegt dem Zuschauer allerlei (unappetitliches) Interieur regelrecht, um die Ohren. Das sorgt in der Tat, das eine oder andere Mal, für ein reflexartiges Ausweichen oder instinktives Zusammenzucken.
Auf die Spitze getrieben wurde diesmal aber besonders der Splattercharakter: So manch Menschelein wird in mehr oder minder kreativer Weise zu Gelee verarbeitet. Das ist natürlich nichts für Zartbesaitete, aber wer sich ins Kino begibt, um einen Film der "Final Destination"-Reihe zu sehen, sollte auch nichts anderes erwarten. Zugegeben, ist die Häcksel- und Innereienorgie aber dermaßen comichaft übersteigert, dass sie eher Lacher als Schrecken produziert. Es ist mit genug Selbstironie an diesen vierten Teil herangegangen worden, sogar sich selbst parodiert der Film und nimmt dabei die ganze Branche mit aufs Korn.

Fazit: Der Abschluss der Fun-Splatter-Reihe besticht durch neueste visuelle Mittel und liefert erwartungsgemäß ein überdrehtes Ablebespektakel. Der Film sollte somit den Nerv der Fans treffen. Mit knapp anderthalb Stunden ist er auch nicht so lang, dass sich die Variationen der hanebüchenen Verkettungen, die immer wieder zum finalen Todesakt führen, allzu sehr abnutzen. Bleibt nur die Frage, ob es noch eine finalere Bestimmung geben wird ,wenn dem vierten Ableger, der Reihe, ein Erfolg an der Kinokasse vergönnt ist?




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