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Evita
Evita
© United International Pictures

Kritik: Evita (1996)


Evita: Ein Fest für Auge und Ohr
Beeindruckende Tanz-Szenen, Choreographie, Inszenierung und Kameraführung
halten uns bei Laune und unterstreichen die Leistung der Regie (Alan Parker) und Kamera (Darius Khondji). Weiterhin profitiert Evita von außergewöhnlich guten schauspielerischen Leistungen der Hauptdarsteller Madonna und Antonio Banderas.

Madonna porträtiert Eva Person, eine ambitionierte Kleinstadt-Göre, die sich erfolgreich aus der Armut und dem Elend des damaligen Argentinien in die Führungsspitze der "high-society" herauskatapultierte - zunächst als Mätresse, dann als Ehefrau des faschistischen Präsidenten Juan Peron (Jonathan
Pryce). Eine berechnende Frau der jedes Mittel - in der Regel Männer - recht war, wenn sie nur ihren Interessen genügten. Sie gewann die Sympathie des ansonsten verarmten Volkes und - in ihrer politischen und sozialen Machtposition - widmete sich dem Bau von Krankenhäusern, Altenheimen und beaufsichtigte die Verteilung von Tausenden von kostenlosen Sozialwohnungen an
die Armen und Bedürftigen. Unter anderem trieb gerade diese Großzügigkeit den Staat unweigerlich in den Ruin und mißfiel den militärischen Kollegen ihres Ehegatten, die energisch gegen den politischen Einfluß den seine Frau
auf ihn ausübte, protestierten.

Evita wurde von den Massen verehrt, und nachdem sie frühzeitig an den Folgen ihres Krebsleidens starb lebt der Gedanke an sie auch heute noch in den Herzen des Argentinischen Volkes.

Antonio Banderas wird eine ganz spezielle Rolle zuteil. Er ist wie ein griechischer Ein-Mann-Chor, der den Zuschauer durch Peron's Leben und die komplexe politische Situation Argentiniens navigiert. Seine verblüffend gute Gesangs-Stimme und sein attraktives Äußeres tragen weiterhin zu seiner starken Vorstellung bei.

Einziger Wehrmutstropfen ist die scheinbar physikalische Trennung der Stimmen von den Personen, von denen sie ausgehen. Wahrscheinlich wurde dermaßen viel Wert auf die akustischen Effekte gelegt, daß der Zuschauer dank Dolby Surround Stimmen überall im Raum orten, aber diese nicht mit den Personen auf der Leinwand assoziieren kann. Schade.




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