VG-Wort
Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Der Glöckner von Notre-Dame
Der Glöckner von Notre-Dame
© Disney

Kritik: Der Glöckner von Notre Dame (1996)


Dieser Film wird die Literaturgeschichte ändern!
Alle nachfolgenden Generationen lernen Victor und Hugo als zwei lustige Steinfiguren der Kathedrale von Notre Dame kennen. Ihren buckligen Freund Quasimodo beraten und unterstützen sie in schwierigen Lebenslagen. Aber nur er (und das Kinopublikum) sieht, wie quicklebendig sie sein können. Der Autor Victor Hugo ist dann zwar vergessen, aber sein 1831 erschienener Roman bleibt dank des 34. abendfüllenden Zeichentrickfilms von Disney unsterblich. Die Autoren und Zeichner erzählen die tragische Geschichte von Quasimodo mit viel Schwung und ausgeprägten Figuren nach. Der grausame Richter Frollo läßt in seinem einzigen Anfall von Menschlichkeit das mißgestaltete Zigeunerkind Quasimodo in den Glockentürmen von Notre Dame aufwachsen. Nach Jahren der Abgeschlossenheit treibt es den jungen Mann ins wilde Leben von Paris. Die Begegnung mit den Menschen ist schrecklich, nur die Tänzerin Esmeralda sieht in Quasimodos reines Herz. So wird das Versteck des Buckligen zum Asyl für die verfolgte Tänzerin und später auch für den heldenhaften Capitaine der Garde, Phoebus.
Besonders viel Mühe verwandten die Animateure von Disney diesmal auf die historischen und architektonischen Hintergründe. Zwar surft Quasimodo auch mal über die kolossale Abenteuerlandschaft der Dächer von Notre Dame, doch ein kräftiger Hauch von verstaubten Mantel-und-Degen-Filmen gehört wohl zu diesem Stoff - auch wenn er nicht jedermanns Sache ist. Die bunten Figuren und vielen witzigen Einfälle sorgen dagegen für helle Freude. Von Demi Moore bekam Esmeralda nicht nur die Stimme: Die Tänzerin strippt zwar nicht, aber man fragt sich doch, wann der erste Disney Zeichentrick herauskommt, der nicht mehr jugendfrei sein wird. Ute Lemper singt übrigens die deutschen Lieder der Esmeralda. Als Moral wurde Fremdenfreundlichkeit und Toleranz auf die vielen bunten Fähnchen geschrieben. In den USA durfte der Film nicht einfach "Hunchback" (Buckliger) heißen, die entsprechenden Legionen der political correctness verhinderten dies. Vier Eimer Farbe (von fünf möglichen).





Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.