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Kritik: Fled - Flucht nach Plan (1996)


Kaum sind der weiße und der schwarze Gefangene aneinander gekettet, gehen die Streithähne aufeinander los, der Häftlingsaufstand bricht aus und verbindet die Schicksale von Piper (Laurence Fishburne) und Dodge (Stephen Baldwin) auf der folgenden Flucht. Daß die Justiz den Ausbruch inszenierte, um Dogde ein geheimes Versteck zu entlocken, braucht die Handlung "auf der Flucht" nicht weiter zu interessieren. Rennereien (die sich auch ganz gut als Jeans-Werbung machten) halten das Adrenalin hoch. Wenn sich der Film in Atempausen um Charaktertiefe bemüht, ist er nur noch schlecht.
Atlanta bekommt hier seinen nacholympischen Auftritt als Action-Set. Aber nur mit großem Einsatz von Kugeln und Fäusten wird wohl selbst bei Actionfans keine Begeisterung zu ernten sein. Bei all der brutalen Gewalt wirkt eine empfindliche Diskette als Objekt der Begierde viel zu filigran. Alle Versuche, dem Film ein eigenes Gesicht zu geben, scheitern im Peinlichen, etwa wenn ein brennender Autobus voller Leichen in ein gemütliches Grillfeuer überblendet. Stephen Baldwin kann süß lächeln, rennen und nicht viel mehr. Laurence Fishburne hat als Ausgleich den ernsten Blick drauf. Doch weder die eingestreuten Gags noch die erzwungene Freund-/Feindschaft funktionieren besonders gut. Denn das Zusammenwirken von unterschiedlichen Kulturen und Rhythmen gibt der Klopperei nur Anfangs etwas Gehalt.





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