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Kritik: Lügen haben lange Beine (1996)


Vorhersehbare Distanz-Romanze
Ist das die ultimative Sommerkomödie 1996? Der Nachfolger von "Während du schliefst" und "Vier Hochzeiten und ein Todesfall"? In Sachen Unbeschwertheit kann es die vom Originaltitel erheblich abweichende romantische Komödie sicherlich aufnehmen. Dafür ist der Ausgang der auf einer
klassischen Verwechslungsgeschichte basierende Plot so vorhersehbar wie der Sonnenuntergang am Abend. Warum sollte es eigentlich nicht möglich sein, sich in eine charmante Stimme zu verlieben? Was aber, wenn sich hinter dieser selbstsicheren, Witz und Leichtigkeit versprühenden Stimme
ein unsicheres Wesen verbirgt, das Angst vor der eigenen Courage hat, sich für "nicht perfekt" hält, und Rendezvous-Angebote daher der Nachbarin zuschanzt. Die für's Radio moderierende Abby, ratgebende Expertin für bekümmerte Haustierbesitzer, beschwört auf diese Weise eine verquere
Situation herauf, unter der sie selbst am meisten zu leiden hat. Denn eigentlich findet sie Hundebesitzer Brian doch ganz nett - nur fährt der total auf die langen Beine nebst darauf ruhendem Körper der blonden Noelle ab. Was sicherlich dem Blondinenwitz Konjunktur verschaffen dürfte, denn an Sprachgewandtheit und Intelligenz kann es Noelle nicht mit Abby aufnehmen, trägt aber dafür ihr Herz am rechten Fleck. Daß sich Tierärztin und Doggenherrchen am Ende doch noch kriegen, ist im Prinzip von vorne herein klar.
Insofern darf man sich getrost zurücklehnen und sich auf viele amüsante Situationen und Dialoge freuen, wie Hank, den Hund, der sich auf Rollschuhen bewegt wie ein Elefant auf Glatteis oder die zahlreichen absurden Probleme von Tierbesitzern. Die vom Komödienfach kommende Janeane Garofalo ("Voll das Leben") braucht sich in dieser romantischen Komödie von Regisseur Michael Lehmann ("Hudson Hawk") keinesfalls hinter Uma Thurman zu verstecken. Und dies nicht nur wegen ihrer Stimme.




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