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Kritik: The Rock - Fels der Entscheidung (1996)


Tödliches Spiel um die Rente
Endlich tut mal einer was für die Rente seiner ihm in Kriegszeiten Schutzbefohlenen. Eine Geiselnahme mit der Aussicht, die gesamte Bevölkerung, in diesem Fall jene von San Francisco, auszupusten, solchen Forderungen sollte sich auch mal die Bundesregierung gegenübergestellt sehen. Bedrohungen dieser Art verlangen jedoch, zumal in einem Thriller mit Starbesetzung, erfolgreich vereitelt zu werden. Sean Connery und Nicolas Cage begeben sich hierzu nach Alcatraz, die einstige Gefängnisinsel in der Bucht von San Francisco, um dem eigentlich doch sehr humanen Geiselnehmer Ed Harris das Handwerk zu legen.

Schon während der ersten Filmminuten beherrschen Spannung und Action den Plot. Noch weiß man nicht so recht, ob Brigadegeneral Hummel (Ed Harris) echt ist oder er die Uniform nur zu Täuschungszwecken übergeworfen hat, schauen seine Mitstreiter doch eher aus Gesichtern, die auch einen Verbrecher gut charakterisieren würden. Der Raub von hochexplosiven biochemischen Waffen soll dazu dienen, von der US-Regierung 100 Millionen Dollar Hinterbliebenenrente für die Familien ehemaliger Kriegsveteranen zu erpressen. Auf der verlassenen Gefängnisinsel Alcatraz stellt Hummel mit den geraubten Waffen bestückte Raketen auf, die er nach Ablauf eines Ultimatums über die Bucht jagen will.

Wie wenig mit dem in Glaskugeln eingeschlossenen Giftgas zu spaßen ist, muß einer von Hummels Leuten am eigenen Leib erfahren. Dieses Wissen quält auch den Zuschauern, bedroht es doch Millionen nichtsahnender und unschuldiger Menschen, eine Touristengruppe vor Ort, und letztlich auch den FBI-Biowaffen-Experten Goodspeed (Oscarpreisträger Nicolas Cage). Ihn unbemerkt nach Alcatraz einzuschleusen ist Aufgabe von Patrick Mason (Sean Connery), dem einzigen Mann, der je den Ausbruch aus Alcatraz geschafft hatte. In Bond-Manier überwindet der intelligente und gewitzte Mason denn auch alle Barrieren, leitet schon zur Mitte des Films den ausdauernden und an Spannung nicht nachlassenden Showdown ein.

Die Gefahr, daß sich die drei Schauspielprofis gegenseitig die Show stehlen, ist nicht gegeben. Jeder von ihnen hat seine klar definierte Rolle, jede sozusagen Platz für "Solos". Mit der Action ist es ähnlich, auch sie zieht sich über die mehr als zwei Stunden gleichmäßig hin. Zusätzlich hat Regisseur Michael Bay ("Bad Boys") viel technische Kniffeltricks eingebaut. Am beeindruckendsten aber ist Sean Connery mit zotteliger Langhaarmähne. Die fällt leider schon sehr früh der Schere zum Opfer. Bis auf diesen Schnitt ist an "The Rock" nichts auszusetzen.




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