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Kritik: Nowhere (1997)


Drogen, Sex und Weltraummonster Der dritte Teil von Gregg Arakis Trilogie der "Teenager Apokalypsen” ist eine wilde Mischung aus Suche nach der eigenen Sexualität, Partyhopping, Designerdrogen, brutaler Gewalt und außerirdischen Monster-Aliens. Klar, daß sowas nicht jedermanns Geschmack ist ­ bist Du aber verrückt genug, wirst Du diesen Film lieben! "Nowhere” begleitet 24 Stunden lang den 18jährigen, leicht neurotisch veranlagten Dark Smith und seine bunt zusammengewürfelte Middleclass-Clique durch die Subkultur und Partyszene von Los Angeles. Jeder scheint es schon Mal mit jedem gehabt zu haben, dazwischen Dark auf der Suche nach der richtigen Partnerin/dem richtigen Partner. Schon in der wunderbar fotografierten Eingangsszene sieht man ihn unter der Dusche Hand an sich legen und in seinen Gedanken die möglichen (und vielleicht auch kommenden) Beziehungen durchzuträumen. Im Laufe des Tages und der Nacht taucht Araki den Zuschauer in den Reigen der kopulationswilligen Kids wie den megabrutalen Elvis, der nur kann, wenn ihn seine kleine Freundin fesselt und quält, oder das schüchterne Mädchen, das sich bereitwillig von einem Teenagerstar abschleppen läßt, um anschließend die Enttäuschung seines Lebens zu erleben. Ein TV-Prediger tut dann sein Übriges dazu, und es kommt zu einer Art Teenage Mass Suicide. Den Rest übernehmen echsenähnliche Aliens, die mittels Laserpistole die partywütige Jungpopulation LA´s dezimieren. Dazwischen taumelt Dark hilflos-träumerisch umher, seine Unschuld wie einen sicheren Schild vor den Unbilden der Außenwelt vor sich hertragend. Selbst als er mit seinem blonden Freund (endlich) im Bett liegt und dieser sich im wahrsten Sinne des Wortes als Monstergeschwängerte Riesenspinne entpuppt, bleibt er auf wundersame Weise geschont. Erwachsenwerden ist eben genauso seltsam und verrückt wie dieser Film.




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