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Kritik: Glimmer Man (1996)


Der Regisseur von “Glimmer Man”, John Gray, hat ständig den Alptraumthriller “Sieben” vor Augen gehabt. Im Titel wechseln Kreuzigungsbilder mit Schriftzügen, in den Innen- und Außenaufnahmen soll abgrundtiefes Braun den Zuschauer auf den bevorstehenden Thrill einstimmen: Ein Ritualmörder schlägt in Los Angeles zu, inden er Ehepaare mit gezieltem Kopfschuß tötet und sie anschließend im Schlafgemach an der Wand kreuzigt. Detective Jack Cole aus New York wird nach Los Angeles geordert, um den am Fall verzweifelnden Detective Jim Campbell zu unterstützen. Kenner von Endzeitfilmen wissen - da ist die Religion im Spiel, Kenner von Detectivfilmen wissen - da wird sich ein armer Bulle damit herumplagen müssen und Kenner von Acionfilmen wissen, wenn Steven Segal die Hauptrolle in solch einem Film spielt, haucht er jedem von Wahn bessesenen Täter das Licht aus. “Glimmer Man” macht dann Spaß, wenn Steven Seagal dies dann auch tut . Denn Steven Seagal-Filme sind für Zuschauer, die Freude an intelligenten Material-Arts gespickten Actionszenen haben. Steven Seagal hat alle Kampfszenen selbst choreographiert und ist ein in der Filmbranche anerkannter Meister. Er ist 1951 in Detroit geboren und hat 1982 zum erstenmal als Koordinator von Kampfszenen für eine Hollywoodactionfilmproduktion gearbeitet (“The Challence”). Erst sechs Jahre später, 1988 wurde er in “Nico” als Hauptdarsteller bekannt. Dieser Film wurde zu einem Riesenerfolg, französische Filmkritikerinnen lobten vorallem seine Ausstrahlung (Ich auch!). Seitdem produziert er beinahe jeden Film selbst und steuert auch bei der Musik mit selbst verfassten Songs bei. Leider bekommt das Publikum in “Glimmer Man” von Steven Seagal zu wenig zu sehen. Das düstere Licht steht neben den überdrehten Mordinszenarien im völligem Widerspruch zu der lockeren Action und verhindert, daß der Zuschauer, die einzelnen Bewegungen, Körper und Schläge wirklich geniessen kann. Mein Tip an den Produzenten Steven Seagal: Macht keine genialen und erfolgreichen Kinowerke nach. Bringt Eure eigenen Künste zum Klingen. Nur dann seid ihr wirklich gut.





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