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Willkommen im Tollhaus
Willkommen im Tollhaus
© Kinowelt

Kritik: Willkommen im Tollhaus (1996)


WILLKOMMEN IM TOLLHAUS - Wie Puppenhäuser zu Tollhäusern werden
Du hast eine zu große Brille auf der Nase sitzen. Die Lippen scheinen aus Deinem Gesicht herauszufallen, Dein Blick geht immer starr geradeaus und trifft die richtigen Personen im falschen Augenblick. Aber manchmal treten diese Male zurück und legen Deine wahre Natur frei...

So ergeht es Dawn Wiener, einem 11jährigen Mädchen an einer Junior Highschool, wunderbar dargestellt von Heather Matarazzo. Ihr unverstelltes Gesicht läßt uns ahnen, wie leicht alles sein könnte. Dawns Geschichte nimmt uns gefangen, wenn
wir miterleben müssen, welchen brutalen Übergriffen sie von Mitschülern, Lehrern und sogar ihren Eltern ausgesetzt ist. Dann möchten wir mit ihr aus der "ach so schönen Postkartenwelt" die allerkleinsten Schnippsel machen und
mit ihr das Familien-Puppenhaus einreißen.

Dieses radikale Ausbruchs- und Aufbruchswerk von Todd Solondz hat in diesem Jahr auf dem von Robert Redford unterstützen "Sundance Filmfestival", dem amerikanischen Festival für unabhängiges, gutes Autorenkino, den großen
Preis der Jury erhalten. "Willkommen im Tollhaus" - so der deutsche Titel - ist unerträglich, romantisch, tragisch, witzig und der ultimative "Crash" für alle 10- bis 12jährigen Mädchen und ein Beitrag für diejenigen Heranwachsenden, die den Ausbruch schon gewagt haben, ihn wagen werden oder nur davon träumen können.





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