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Kritik: B.Monkey (1998)


In dem lasziven und verlockend romantischen Thriller von Michael Radford, der mit "Il Postino - der Postmann" ein lyrisch-witziges Stück Italien zeigte, spielt Argento-Tochter Asia die weibliche Hauptrolle.
Scharf auf funkelnde Juwelen und heißen Sex mit Alan (etwas blaß: Jared Harris) bricht das mondäne Früchtchen aus ihrer kriminellen Welt aus, um eine kurze Zeit idyllisches (und entfremdend surreales) Glück vor phantastischer Naturkulisse Englands zu verbringen. Doch die vorher gehegte ménage à trois schließt den fatalen Kreis zu einem vorhersehbaren Showdown.

Mit "B. Monkey" hat sich Michael Radford keinen Gefallen getan: Er schafft einen Zwitter aus amerikanischem Stil und europäischen Emotionen, zwei Gegensätze, die sich nur bedingt verschmelzen lassen. Zu oft klont er gängige Impressionen zu einer wüsten Klischeeansammlung, teils Thriller, teils Abenteuer, dann wieder Romantik und Film Noir. Das stilistische Crossover setzt sich im Musikgeschmack fort und wird durch vorwiegend eindimensionale Charaktere nicht gerade wettgemacht.

Lediglich Asia Argento versucht (verzweifelt), ihrer Figur Tiefe zu verleihen: ob als toughe "Nikita", oder als Beatrice Dalle-Verschnitt, auf jeden Fall mit viel nackter Haut - die lange Reise zum Sexsymbol führte übrigens auch zum cineastischen Unfall "New Rose Hotel". Rupert Everetts Paul hingegen ist reine Karikatur und flach wie alle weiteren Personen, insbesondere Jonathan Rhys-Meyers als Bad Guy. Wie manieriert Radford mit den vielfältigen Zutaten umgeht, wird sicherlich die Anhänger seines sublimen "Postmanns" verprellen, für ein belangloses Abenteuer ist "B. Monkey" allemal gut.




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