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Kritik: Mikrokosmos - Das Volk der Gräser (1995)


Vier Jahre streifte das Regieteam mit hochdifferenzierten Makro-Objektiven durch eine ganz gewöhnliche Wiese und fand eine Welt jenseits der Wahrnehmung des menschlichen Auges. Auf diese Weise entstanden Bilder, wie man sie auf der Leinwand noch nicht zu sehen bekommen hat. Die sorgfältige Naturdokumentation gewährt ohne belehrenden Kommentar Einblick in den Miniatur-Dschungel eines ganz gewöhnlichen Fleckens Landschaft an einem heißen Sommertag. Packende Aufnahmen von diversen Insekten, oft mit beschreibender, streckenweise gar ironisierender Musik unterlegt, führen die poetische Schönheit der Natur in unserer nächsten Umgebung vor und verleiten zum Staunen. Das Aussparen von "gewöhnlichen Grausamkeiten" und die vermiedene Konzentration auf ganze Abläufe führten zu einem nicht immer gnaz einleuchtenden thematischen Konzept. Dennoch das "Rezital eines totalen Spektakels". Ein Film voller Heiterkeit und Tragik. Ein Film über die Dramatik des Lebens. Mikrokosmos gewann auf den Filmfestspielen in Cannes 1996 den Großen Preis der Technik.




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