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Kritik: Disneys Flubber (1997)


Grünlich, glitschig und genial

Robin Williams ist ein vielbeschäftigter Mann. Der inzwischen bald Fünfzigjährige war Mork vom Ork, Popey und Peter Pan. Er verfing sich im Käfig voller Narren und trieb als intrigantes Kindermädchen seine Späße.

Komisches Talent wird ihm daher niemand absprechen. Daß er auch anders und Schluß mit Lustig machen kann, bewies schon oft seine Vielseitigkeit und wird ihm am 23. März hoffentlich den schon lange verdienten Oscar für "Der gute Will Hunting" einbringen.

In der hierzulande nahezu parallel anlaufenden Disneyproduktion "Flubber" macht er uns nun den verrückten Professor - wieder exzentrisch, ausgeflippt und dieses Mal besessen von Reagenzgläsern und brodelnden Flüssigkeiten. Für Erfindungen in seinem Kellerlabor läßt das Forschungsas Philip Brainard nämlich alles stehen, selbst seine heiratswillige Flamme vor dem Traualtar. So versäumt unser zerstreuter Chemiker zwar einen Traum in Weiß, dafür glitscht ihm aber ein grünliches Zufallsprodukt aus dem Experimentierkessel. Schleimig und wabernd ist Flubber, ein fliegender Gummi mit der ultimativen Formel für Energie. Flubber kann man sich an die Fußsohlen kleben und kein Basketballkorb hängt mehr zu hoch. Ein bißchen Flubbertreibstoff im Motor läßt Autos abheben und selbst rhythmische Tanzbewegungen sind für die unaufhaltsame Substanz kein Problem. Klar, daß man mit einer solch revolutionären Errungenschaft schnell Neider, Spione und rücksichtslose Geldhaie auf den Plan ruft. Doch Philip Brainard wäre kein richtiger Wissenschaftler, wüßte er seinen Gummi aus dem versteckten Labor nicht auch als Selbstverteidigungswaffe draußen vor der Tür zu nutzen.

Nicht Kevin allein zu Haus, sondern Professor Philip allein gegen den Rest der Welt - und schon ist klar, was man zu erwarten hat. Obwohl in "Flubber" kein Kevin dümmlichen Kamikazegangstern das Fürchten lehrt, ist die Gummigeschichte unverkennbar ein John Hughes-Geschenk für die ganze Familie, selbst wenn er dieses Mal nur im Hintergrund an Inhalt und Verpackung mit herumbastelte. Ob dieses gnadenreiche Präsent mit Merchandisingoption nun auch tatsächlich kinderkompatibel ist, bleibt glücklicherweise wohl den Eltern überlassen. Denn diese sollten letztendlich entscheiden, ob sie ihrem Nachwuchs schlagkräftige Komik und faustdicke Schadenfreude als Erziehungsprogramm verabreichen wollen.





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