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Kritik: Drei Mädels von der Tankstelle (1997)


Wigald (Boning) leidet nach schwerer, einsamer Kindheit in der Villa seiner Millionärsmutter an einer schweren Frauenallergie. Helfen will sein therapeutischer Freund Volker (Axel Milberg) mit Autogenem Training und Angeltheraphie. Als die reiche Mutter endlich an ihrem Geld erstickt, hinterläßt sie nur Schwierigkeiten und die Aufgabe, eine alte Tankstelle flott zu machen. Doch die verpachtete Wigald bereits drei munteren Mädels, mit den sich Volker prächtig unterhält. Zum Humor, der durch Pfurzveredler mit übertönendem Glöckchen und austauschbaren Duftstoffen pfeift, gesellen sich in den 20 Minuten, die der Presse vorab vom Film gezeigt wurden, einige schmissige Lieder. Von dem klassischen "EinFreund, ein guter Freund" bis zum "Bei Frauen brems' ich niemals".

Drehbuch schrieb und zeichnete Ernst Kahl, der neben einigen Kurzfilmen wie "Archie" und diversen Ausstellungen noch die Drehbücher zu "Werner - Beinhart" sowie Detlev Bucks "Wir können auch anders" fabrizierte. Auch Regisseur hat mit "Theo gegen den Rest der Welt" (1980), "Der Schneemann" (1985) und "Gambit" (1986, TV) Bemerkenswertes hingelegt. Die fast unkenntlich freie Light-Version vom UFA-Film "Die drei von der Tankstelle" ist eine Bernd-Eichinger-Produktion. In ihr traut sich Wigald Boning mit vielen geschmacklosen Anzügen den Sprung von der Sketch- und Werbelänge zum Spielfilm. Charakteristischer für die Komödie scheint das Fast-Genre "TV-Scherzer auf großer Leinwand" zu sein. Bisherige Vertreter waren Tom Gerhardt, Gerhard Polt, "Didi" Hallervorden oder Hape Kerkeling. Auch der ausgezeichnete kurze Scherzkeks Boning geht den für die Zuschauer oftmals leidigen Holzweg vieler deutscher Komödianten: ins Kino.





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