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Kritik: Heirat nicht ausgeschlossen (1997)


Was fällt uns denn so (außer der Politik) zu Irland ein: z.B. nette Gegend, aber einfältige, rothaarige Männer im Dauertran dank Guiness. Alles Quatsch weil Vorurteil - Sicher, nur die biedere Komödie "Heirat nicht ausgeschlossen" schöpft ihr dürftiges Humorpotential genau hieraus. Und das ist nicht nur zu wenig, das ist eigentlich sogar ärgerlich. Darüber hinaus bietet der Film reichlich Anschauungsmaterial im Gags-Versemmeln. In etlichen Sequenzen ahnt man vage die intendierte Spaßkurve, muß jedoch staunend zusehen, wie durch ungeschickte Dramaturgie diese genau nicht gekriegt wird. Eigentlich schade, denn die Story böte durchaus genug Material für das, was heutzutage als romantische Komödie bezeichnet wird. Und Janeane Garofalo in der Hauptrolle ist zweifellos eine prima Komödiantin. Und die Gegend ist wie gesagt schön anzuschauen.

Worum geht´s also: Die quirlige Marcy geht in ihrem 18 Stunden Job als Wahlkampfhelferin eines US-Senators in Washington 100 % auf. Natürlich auf Kosten des nicht stattfindenden Privatlebens. Ein Spezialauftrag führt sie eines Tages auf die andere Seite des Ozeans. In Irland soll sie nach Vorfahren des Präsidentschaftskandidaten Ausschau halten. Die Ankunft in dem verschlafenen Fischerörtchen bedeutet für die eingefleischte Großstädterin natürlich ein Kulturschock. Kaum hat sie sich vom dem so halbwegs erholt, wartet bereits der nächste. Die einheimischen Männer zeigen sich auffällig interessiert an Marcy, mehr als unbedingt nötig. Schnell kriegt die Amerikanerin heraus, daß hier in der Tat Umtriebiges vorgeht und sie in dessen Mittelpunkt steht. Beim alljährliches Heiratsmarkt werden die übrigge-bliebenen Singles der Gegend unter die Haube gebracht. Am liebsten unter die von Ausländern.
Natürlich befindet sich unter dem Rudel von eher tumben Freiern auch ein ganz netter. Bei dem dauert es dann freilich eine Weile bis es funkt, und da ist es eigentlich schon zu spät. Aber...naja...man weiß ja wie solche Filme ausgehen. Doch selbst das Happy End hat hier einen faden Beigeschmack, weil die Chemie zwischen den beiden Protagonisten einfach nicht stimmt. Auch setzt das Verhältnis der beiden viel zu sehr auf Behauptungen, als auf eine drama-turgisch einsichtige Entwicklung der Beziehung.
Jammerschade das Ganze, weil, wie gesagt, die Gegend da oben ist wirklich eins A.




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