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Hi-Lo Country
Hi-Lo Country
© Universal Pictures International Germany

Kritik: Hi-Lo Country (1998)


Weites Land - beschränkter Horizont: Daß Stephen Frears' mißglückter Neo-Western "Hi-Lo Country" nach dem 2. Weltkrieg spielt, ist an sich schon verdächtig genug. Die industrielle Revolution hat längst begonnen, die beiden Freunde Pete (Billy Crudup) und Big Boy (Woody Harrelson) aber ficht das überhaupt nicht an: Sie wollen Rinder züchten wie vor hundert Jahren, denn Männer mit Prinzipien brauchen keinen Verstand.

Mit Volldampf in den Abgrund, lautet die Devise dieses unangenehm eingleisigen Abgesangs auf das Western-Genre, und folglich hat Big Boy nicht nur eine verhängnisvolle Affäre mit der verführerischen (und natürlich auch verheirateten) femme fatale Mona (Patricia Arquette), er schreit diesen pikanten Umstand auch in alle Welt hinaus. Damit fordert er sein Unglück zwar heraus, doch schuld sind immer nur die anderen.

Bereits Altmeister Sam Peckinpah ("The Wild Bunch") wollte Max Evans' 1961 erschienenen Roman "The Hi-Lo Country" auf die Leinwand bringen, doch dazu kam es dann nicht mehr: Nach Peckinpahs Tod übernahm Martin Scorsese die Filmrechte, überließ aber dem Briten Stephen Frears ("Mein wunderbarer Waschsalon") den Regiestuhl und beschränkte sich auf eine Rolle als Produzent - wohl in der trügerischen Hoffnung, ein Ausländer könnte dem atavistischen Western-Stoff ein paar neue Seiten abgewinnen. Doch herausgekommen ist nur eine Ode an die Sturheit.




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