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Heartbreakers- Achtung: Scharfe Kurven!
Heartbreakers- Achtung: Scharfe Kurven!
© Studiocanal

Kritik: Heartbreakers- Achtung: Scharfe Kurven! (2001)


Der genüssliche Meistercoup zweier hinreißend verdorbener Schurkinnen verheißt im Ganzen ein köstliches Vergnügen, macht es sich aber im Detail über Gebühr schwer. Die runde, mit herrlichen Gags gepflasterte und gut konstruierten Wendungen verschärfte Story ist hervorragend besetzt und gespielt, allein: sie ist mindestens eine halbe Stunde zu lang. Dadurch verzögert sich das Tempo und zieht die reizvolle, trotz ihrer penetrant ausgereizten Zweideutigkeiten gehörig prüde Geschichte unnötig in die Länge. Der Gemächlichkeit verfallend, versagt sich David Mirkins Film einer scharfen Satire, zumal er an den zu parodierenden Stereotypen ungenau laboriert und diese eher zum eigenen Zwecke (Unterhaltung um jeden Preis) einsetzt. Gleichsam undistanziert nimmt sich das Spiel mit den im Zweifelsfall triebgesteuerten Männern aus: die lasziven Verführungskünste lavieren andauernd am Rande der Lächerlichkeit. Der Hang zur Übertreibung verhindert eine ausgereifte Romanze, die zwar nur dem Plotpoint "Läuterung" dient, aber zum ersten mal persönliche, aufrichtige Dialoge aufweist und emotional berührt. Da verliert sich auch die anfangs penibel beachtete Plausibilität, die nach einigen beliebigen Twists in eine Groteske umschlägt, damit das Happy End noch mit aller Gewalt erreicht werden kann. Das ist trotz manch ausgefallenem Einfall etwas zu berechenbar, um richtig zu gefallen.




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