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Kritik: Honolulu (2000)


Sieben junge deutsche Regisseure und noch mehr junge aufstrebende deutsche Schauspieler finden sich zusammen und drehen einen Film. Darunter solch illustre Namen wie Florian Gallenberger, immerhin Oscar-Preisträger oder Vanessa Jopp, die 1999 mit ihrem Abschlussfilm der Münchner Filmhochschule „Vergiss Amerika“ einen beachtlichen Erfolg hatte. Als Schauspieler sind Julia Hummer, Steffen Wink, Anna Thalbach und sogar Eva Hassmann dabei. Daneben unbekanntere Schauspieler wie Daniel Brühl (der in Jopps netter Episode glänzen kann) oder Alexandra Maria Lara, die eine hervorragend zickige Tochter aus reichem Hause glaubhaft vermittelt.

Honolulus Geschichten sind melancholisch und witzig. Manchmal sogar etwas tiefgründig im Ganzen aber immer sehr sympathisch. Immerhin kann sich der Zuschauer so seine Lieblingsgeschichte oder -schauspieler aussuchen und dann glücklich nach Hause gehen. Ob man es nun ironisch mag oder auf ein offenes Ende steht, „Honolulu“ zeigt die ganze Palette auf. Dass da das eine oder andere nicht ganz so rund ist und manches ein bisschen aus dem Rahmen fällt, gehört dann wohl dazu.

Lose werden die einzelnen Episoden verknüpft, doch dieser flüchtige Charakter wirkt dauerhaft eher störend und bemüht. Denn mitunter sind die Geschichten schlicht zu unterschiedlich - nicht nur in der Stimmung sondern auch in ihrer technischen Umsetzung - um sich so einreihen zu lassen. Das ist wohl auch das Problem des Films:
Jeder wird ins Kino gehen, um sich eine Talentschau des jungen deutschen Films anzusehen. Niemand wird in diesen Film gehen um sich einfach nur einen guten Film anzusehen.






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