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U-900
U-900
© 2008 Warner Bros. Ent.

Kritik: U-900 (2008)


Seit über 10 Jahren ist Atze Schröder auf deutschen Bühnen und im TV dauerpräsent. Über 1,8 Mio. Zuschauer konnte er in seine Live-Shows locken, ein Millionen-Publikum fand auch seine mehrfach ausgezeichnete TV-Sitcom, weit über 200.000 mal verkauften sich seine Bild- und Tonträger. Dass der erfolgreiche Comedian, nach einem ersten Auftritt im ersten "7 Zwerge"-Film, früher oder später auch den Schritt auf die Leinwand wagen würde, war abzusehen. Dass er besagten Schritt dann ausgerechnet mit einer augenzwinkernden "Das Boot"-Hommage gehen würde, die den dauergewellten Ruhrproll ins Jahr 1944 versetzt, eher nicht.

Die Lektüre der Credits von "U-900" weckte bei mir, um ehrlich zu sein, zunächst eher Fluchtgedanken: Neben Hauptdarsteller Atze Schröder, von dem ich nun wahrlich kein großer Fan bin, tauchen dort nämlich unter anderem auch noch "Siegfried"-Regisseur Sven Unterwald, Yvonne Catterfeld in der weiblichen Hauptrolle und Christian Kahrmann auf. Meine Erwartungen waren entsprechend gedämpft.

Aber, "yes hola the woodfairy!": Allen, wirklich ziemlich üblen, Vorahnungen zum Trotz funktioniert "U-900", vor allem Dank des gelungenen Drehbuchs von Autor Michael Gantenberg, überraschend gut.
Glücklicherweise hat Gantenberg keine tumbe Klamottenversion von "Das Boot" abgeliefert sondern eine echte eigene Story, die mit Petersens Klassiker allenfalls Spielort und -jahr, also ein deutsches U-Boot im Jahr 1944, gemein hat.
Erfreulich frei von den befürchteten größeren Patzern ist Sven Unterwalds Inszenierung des ganzen Spektakels.
Und auch darstellerisch gibt es zwar keinen Anlass zu größeren Begeisterungsstürmen, aber eben auch nicht wirklich was zu meckern. Die "Hauptlast" trägt ohnehin Atze Schröder, dem Autor Gantenberg allerlei Raum gelassen hat für, vornehmlich selbstironische, Gags. Und auch wenn man Schröder nicht sonderlich mag, so muss man doch zugeben, dass er ziemlich genau weiß und kann, was er da tut. Allen anderen wird praktischerweise ohnehin kaum größeres darstellerisches Können abverlangt - eine durchschnittliche Prise komödiantisches Talent reicht da selbst für die weibliche Hauptrolle vollkommen aus.

Fazit: Kein Meiterwerk gehobener Filmkunst, aber selbst für Nicht-Fans von Atze Schröder überraschend spaßige Popcorn-Komödie.





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