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Wild Wild West
Wild Wild West
© Warner Bros.

Kritik: Wild Wild West (1999)


Alles da: ein Riesenhaufen Geld (angeblich gut 180 Mio. Dollar), klasse Schauspieler, ein Erfolgsregisseur und gigantische visuelle Effekte – sowie sage und schreibe sechs Drehbuchautoren. Und trotzdem kein Erfolg bei der Suche nach einer Story, welche die Anwesenheit von Will Smith, Kevin Kline ("In & Out") und Kenneth Branagh ("Celebrity") in diesem recht verkorksten Kinoaufguß einer alten Western-Fernsehserie erklärt, die hierzulande niemand kennt.

Zu viele Köche verderben halt den Brei: Sämtliche Zutaten für einen ansehnlichen Sommer-Blockbuster sind zwar vorhanden, doch ein gelungener Film ist stets ein wenig mehr als nur die Summe seiner Einzelteile. So ist die Kinofassung von "The Wild Wild West" vor allem eine Aneinanderreihung von Momenten, bei denen das von Will Smith ("Der Staatsfeind Nr. 1") angeführte Schauspielerensemble zwar sein Bestes gibt, am Ende jedoch nicht darüber hinwegtrösten kann, daß dieser Streifen keine überzeugende Geschichte und nur eine Handvoll wirklich zündende Gags aufzuweisen hat. Vor allem aber fehlt die Leichtigkeit und Intelligenz, die man aus früheren Barry-Sonnenfeld-Projekten ("Men in Black") kennt.

"Mit Schirm, Charme und Melone" läßt mal wieder grüßen – doch keine Angst: Ein bißchen besser ist dieser Science-fiction-Western schon. Solange man sich nicht für die Figuren oder die Geschichte interessiert, sondern sich einfach nur an Branaghs übertriebenem Akzent (nur in der Originalfassung), Will Smiths und Salma Hayeks Charme, der Kamera von Michael Ballhaus und dem spinnösen visuellen Feuerwerk von ILM ("Star Wars: Episode I") erfreut, ist das Ergebnis beinahe erträglich.





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