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Kritik: Die Legende vom Ozeanpianisten (1998)


Von einem großen Leben und einer großen Freundschaft erzählt Giuseppe Tornatores luxuriöses Kinoepos "Die Legende vom Ozeanpianisten" mit Tim Roth und Pruitt Taylor Vince. Roth mimt dabei einen brillanten Pianisten, an der Schwelle des 20. Jahrhunderts als Findelkind auf einem Passagierdampfer zurückgelassen und an Bord von einem Maschinisten aufgezogen wird. Das Kind erhält den Namen "Neunzehnhundert" und wird das Schiff sein ganzes Leben lang niemals verlassen.

Wie schon in "Cinema Paradiso" beschwört der Regisseur dabei den Untergang einer Epoche und überwältigt einen mit grandiosen Bilden voller Melancholie und Poesie. Der opulent ausgestattete Film, der hierzulande in einer um 40 Minuten auf zwei Stunden gekürzten Fassung in die Kinos kommt, ist eine würdevolle Verbeugung vor Sergio Leone und dessen Meisterwerk "Es war einmal in Amerika". Die optische Brillanz der von Kameramann Lajos Koltai komponierten Bilder ist bestechend und Ennio Morricones Filmmusik seine vermutlich beste Arbeit in den letzten fünfzehn Jahren.

Ein großer und bewegender Film zum Träumen, Lachen, Weinen – wie gemacht für Cineasten, in gern in Bildern schwelgen, die einen abwechselnd überwältigen, verzauben und berühren. Ganz zweifellos ein Film, den man im Kino auf der großen Leinwand sehen muss.





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