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3D-Filme im Fadenkreuz der Piraterieszene

Illegale Kopien von 3D Blu-ray-Discs nur eine Frage der Zeit

(Pressemitteilung) Los Angeles - Die Film- und Kinobranche setzt weiterhin auf den anhaltenden 3D-Trend.

Mit der kontinuierlich steigenden Zahl entsprechender Produktionen wachsen allerdings nicht nur die Umsätze der Kinobetreiber, sondern auch die Bemühungen der Piraterieszene. Diese beißt sich an dreidimensionalen Inhalten bislang die Zähne aus: Das Kopieren von 3D-Kinofilmen in ein Format, das eine Nutzung auch am heimischen 3D-TV ohne Qualitätsverlust erlaubt, ist gegenwärtig nicht möglich. Für Branchenexperten ist es aber nur eine Frage der Zeit, bis sich das Piraterieproblem vom zwei- auch auf den dreidimensionalen Raum überträgt.

"Im Bereich von 3D-Filmen wird Piraterie bald genauso normal sein wie heute schon beim 2D-Pendant", gibt sich Sara Mora Ivicevich, Produzentin und Marketing Direktorin bei der US-Firma Digital Revolution Studios http://www.digitalrevolutionstudios.com, gegenüber dem NewScientist überzeugt. Für die Rechteinhaber derartigen Contents zeichnet sie ein eher düsteres Bild: "Es wird nur ein kurzes Zeitfenster geben, in dem die Leute bereit sein werden, Geld für diese Inhalte auszugeben." Sobald die 3D-Technologie von den umtriebigen Online-Piraten geknackt sei, würden auch die Umsätze an Kinokassen und Ladentheken einbrechen, so Ivicevich.

Erste Softwarelösungen bereits erhältlich

Zum jetzigen Zeitpunkt ist es der Produzentin zufolge noch nicht möglich, eine qualitativ ansprechende illegale Kopie eines hochauflösenden 3D-Films anzufertigen. Dies könnte sich aber schon bald ändern. Die ersten Softwarelösungen, die eine Vervielfältigung von Blu-ray-Discs im 3D-Format bewerkstelligen sollen, sind bereits auf dem Markt. Ivicevich verweist beispielsweise auf die chinesische Firma Fengtao Software, die kürzlich mit "DVDFab" ein Produkt präsentiert hat, das genau dieses Problem lösen soll.

Auch heute schon finden sich Streifen wie "Piranha 3D" und "Jackass 3D" in den Download-Listen zahlreicher File-Sharing-Portale. Die angebotenen Dateien sind aber typischerweise herkömmliche zweidimensionale Filme, die von DVDs gerippt und anschließend in stereoskopische Anaglyphenbilder umgewandelt werden. Dieses Dateiformat kann mithilfe spezieller Software auf jedem beliebigen Fernseher betrachtet werden, es sind lediglich Brillen mit einer roten und einer blauen Linse erforderlich.

3D als Weg aus der Krise

Der Hype um das dreidimensionale Seherlebnis ist gegenwärtig der große Hoffnungsträger der Film- und Kinoindustrie. Diese hatte durch die zunehmende Online-Piraterie in den vergangenen Jahren mit heftigen Umsatzeinbußen zu kämpfen. Mithilfe der 3D-Technologie hat man die eigene Krise mittlerweile aber zumindest teilweise überwunden und es geschafft, wieder deutlich mehr Besucher in die Säle zu locken.



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