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Lichter Filmtage Frankfurt
Lichter Filmtage Frankfurt
© www.filmtage-frankfurt.de

Programm der LICHTER Filmtage 2011

Zwischen Idylle und Großstadt

(Pressemitteilung) 24. - 27. März 2011 Frankfurt, ERSTER STOCK - Festivalzentrum im alten Turmpalast, CineStar Metropolis, Mal Seh´n Kino, Saasfee Pavillon

Auf vier Leinwänden in zwei Frankfurter Kinos präsentieren die LICHTER Filmtage
Frankfurt/Rhein-Main vom 24. bis 27. März 2011 eine Werkschau der regionalen Filmszene sowie aus Partnerstädten und -regionen mit insgesamt 25 Lang- und rund 50 Kurzfilmen.

Im Mittelpunkt des Festivals stehen auch im vierten Jahr die beiden Wettbewerbe:
Um den MBF-Förderpreis für den besten Langfilm konkurrieren sieben Dokumentar- und vier Spielfilme aus den vergangenen zwei Jahren, darunter Christoph Hochhäuslers "Unter Dir die Stadt", der die LICHTER Filmtage als Hessenpremiere am Donnerstag, den 24. März, um 20 Uhr im CineStar Metropolis eröffnen wird - in Anwesenheit des Regisseurs und der Hauptdarstellerin Nicolette Krebitz. Der Film aus dem Jahr 2010 ist eine Neuinterpretation der biblischen Geschichte von David und Bathseba. Das Drehbuch verfasste Hochhäusler zusammen mit dem Romancier Ulrich Peltzer, der 2010/2011 Gastdozent der Frankfurter Poetik-Vorlesungen war. Setting der eiskalten Liebesgeschichte ist die Chefetage der Finanzwelt - hoch oben in den Frankfurter Bankentürmen.

Ein ganz anderes Porträt der Main-Metropole zeichnet Pia Marais´ "Im Alter von Ellen". Der von der Hessischen Filmförderung mitfinanzierte Film erzählt die Lebenskrise einer Flugbegleiterin, die sich einer Gruppe junger, militanter Tierschützer anschließt. Die Frankfurter Koproduktion "Bedways" von RP Kahl - ein intelligenter Spielfilm über das Filmen - spielt dagegen in Berlin Mitte und analysiert am extremen Beispiel des sexuellen Begehrens das Verhältnis von Fiktion und Realität.

Unter den DokumentarfilmerInnen finden sich alte Bekannte, die bereits bei früheren LICHTER Filmtagen vertreten waren. Beispielsweise Peter Dörfler, der in "The Big Eden" das bewegte Leben der Berliner Nachtclub-Legende Rolf Eden zwischen Berlin, Israel und Paris dokumentiert. Oder Stanislaw Mucha, der bei seiner humorvollen Spurensuche nach den Wurzeln des Dracula-Mythos in "Die Wahrheit über Dracula" auf allerlei skurrile Gestalten stößt. Aber auch junge Talente wie Nadja Wegfahrt sind dabei: Die Absolventin der Darmstädter Hochschule spürt in ihrem prämierten Abschlussfilm "Algérie, mon amour" der Biografie ihres Großvaters zwischen Algerien und Rhein-Main nach.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge klingen die diesjährigen LICHTER Filmtage aus - mit Thomas Frickels "Die Mondverschwörung" nach der Preisverleihung am 27. März, um 20 Uhr. Diese "politische Realsatire" beschreibt eine Reise durch die entlegenen ideologischen Winkel der Bundesrepublik, wo Menschen davon überzeugt sind, dass Hitler in einer Kolonie unter dem Südpol lebt.
Im Wettbewerb um den besten Kurzfilm laufen zwei Rollen mit jeweils neun Kurzfilmen. Filme von Studierenden wie Danilo Vogt, Tim Heiler oder der letztjährigen Preisträgerin Eva Becker stehen dabei neben Arbeiten von HochschuldozentInnen wie Harald Schleicher, Professor an der Akademie für Bildende Künste Mainz, oder Mariola Brillowska, Professorin an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, und arrivierten Experimental-filmern wie Michel Klöfkorn. Während 2010 überwiegend Animations- und Experimentalfilme im Kurzfilmwettbewerb vertreten waren, sind dieses Jahr viele narrative Filme nominiert. Darunter finden sich Liebesgeschichten wie "One Summer Stand" von Hanna Linn oder "Letzte Ausfahrt" von Sydney Gunkel aber auch Horrorfilme wie "Komm und hol mich" von Arne Ahrens.

Der beste Kurzfilm wird prämiert mit Gutscheinen für Technikdienstleistungen im Wert von über 2500 Euro, zwei Seminargutscheinen des Filmhauses Frankfurt und 300 Euro in bar. Der MBF Förderpreis für den besten Langfilm beinhaltet einen Technikgutschein in Höhe von 3300 Euro bei der MBF Filmtechnik sowie 700 Euro in bar. Voraussetzung für die Teilnahme an den Wettbewerben war die vollständige oder teilweise Produktion im Rhein-Main-Gebiet, außerdem durfte der Film zum Einreichtermin nicht älter als zwei Jahre sein. Insgesamt wurden für den diesjährigen Wettbewerb rund 180 Arbeiten eingereicht.

Die Jury der LICHTER Filmtage ist auch in diesem Jahr wieder prominent besetzt, mit der Schauspielerin Maryam Zaree - bekannt aus "Shahada", dem Eröffnungsfilm der LICHTER Filmtage 2010 -, dem Regisseur Cyril Tuschi und dem Filmkritiker Daniel Kothenschulte.

Außerhalb des Wettbewerbs werden unter anderem Filme von RegisseurInnen gezeigt, die länger im Rhein-Main-Gebiet gelebt haben wie Jury-Mitglied Cyril Tuschi, dessen Dokumentation über Russlands vielleicht bekanntesten Häftling Michail Borissowitsch Khodorkowsky frisch von der Berlinale bei den LICHTER Filmtagen eingetroffen ist. Mit dabei sind aber auch Filme aus Kassel wie Nico Sommers Familiendrama "Solokind" und Jana Richters Dokumentation "Gauchos", die beide von der Hessischen Filmförderung unterstützt wurden, sowie der zum Teil in Frankfurt produzierte Kinderfilm "Das Sandmännchen - Abenteuer im Traumland" von Sinem Sakaoglu und Jesper Møller. Die Retrospektive widmet sich dem Werk der Frankfurter Regisseure Reinhard Kahn und Michel Leiner, die durch ihr Kollektiv Epplwoi Motion Pictures in den späten 60er und frühen 70er Jahren bekannt wurden. Die LICHTER zeigen drei ihrer Langfilme und eine Kurzfilmrolle und sorgen damit für die Wiederentdeckung eines spannenden Kapitels Frankfurter Film- und Zeitgeschichte.

Das internationale Programm der LICHTER Filmtage stellt neue Produktionen aus den Partnerregionen Hessens und den Partnerstädten Frankfurts vor. Der Fokus liegt dieses Jahr auf dem Gastland Litauen, mit dem Hessen eine Kulturpartnerschaft verbindet. Die Hommage eröffnet mit der Rhein-Main-Premiere von Gytis Luksas? "Vortex", der Erzählung einer Liebens- und Lebensgeschichte aus dem Litauen der Sowjetzeit in beeindruckenden Schwarz-Weiß-Bildern. Zu entdecken gibt es darüber hinaus das Werk von Audrius Stonys und Sharunas Bartas, die beiden Hauptvertreter der so genannten "poetischen Dokumentation", die hierzulande nur selten gezeigt werden, aber regelmäßig auf den Bühnen internationaler Filmfestivals reüssieren. Als Rhein-Main-Premiere zeigen wir dabei Bartas´ letzten Film "Eastern Drift", einen bemerkenswerten Thriller aus dem uns nahen und gleichzeitig sehr fremden Osteuropa des frühen 21. Jahrhunderts. Jonas Mekas? Klassiker "Reminiscences of a journey to Lithuania" von 1972 rundet das Programm ab.

Auch ein Spielfilm aus der hessischen Partnerregion Emilia-Romagna, der die LICHTER Filmtage im Vorjahr eine Hommage widmeten, feiert seine Rhein-Main-Premiere auf dem Festival, in Anwesenheit des Hauptdarstellers: Giorgio Dirittis "L´uomo che verrà" ("Der Mann, der kommen wird") - Sieger von vier italienischen Filmpreisen in 2010, darunter für den besten Film - erzählt auf ungewöhnliche Weise vom Leben einfacher Bauern in Norditalien, die 1944 von den Nazis heimgesucht werden. Mit Axelle Roperts hintergründig-humorvollem Spielfilm "La famille Wolberg" von 2009 ist die französische Aquitaine, vertreten - ebenfalls erstmals in Rhein-Main zu sehen, in Anwesenheit der Regisseurin.

Im internationalen Programm gibt es eine Rolle mit Kurzfilmen aus den Frankfurter Partnerstädten Prag und Birmingham sowie, als besonderes Highlight, eine Carte Blanche für zwei kanadische Filmemacher: Die beiden herausragenden Nachwuchsfilmer Kazik Radwanski (Regie) und Dan Montgomery (Produktion) aus Frankfurts Partnerstadt Toronto stellen in einer Kurzfilmrolle ihre Sicht auf die Filmszene Torontos vor und zeigen auch eigene Filme - kurze eindringliche Portraits ganz normaler Menschen, deren Leben unbemerkt in eine Krise geraten ist. In einem Vortrag im Rahmen des LICHTER-Fachpanels werden die Beiden darüber hinaus über ihre Erfahrungen als Filmproduzenten in Toronto referieren.

Detaillierte Informationen zum Film- und Rahmenprogramm der LICHTER Filmtage Frankfurt/Rhein-Main werden in Kürze auf der Website www.filmtage-frankfurt.de veröffentlicht. Die Online-Akkreditierung für FachbesucherInnen und Presse ist ab Montag, 14.3., möglich.

ORTE: Festivalzentrum ERSTER STOCK, Mal Seh´n Kino (Adlerflychtstr. 6), Saasfee Pavillon (Bleichstr. 66 - 64a HH) und CineStar Metropolis (Eschenheimer Anlage 40)
DATUM: 24.-27. März 2010
INFORMATION: www.filmtage-frankfurt.de.
SOCIAL-MEDIA-NETWORKS: www.facebook.de / Lichter Filmtage Frankfurt / Rhein Main; www.flickr.com / LICHTER Filmtage; www.vimeo.com / LICHTER Filmtage



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