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Internationales Filmfest Emden-Norderney
Internationales Filmfest Emden-Norderney
© www.filmfest-emden.de

22. Internationales Filmfest Emden-Norderney

Herausragende Kinoproduktionen und glanzvolle Events in entspannter Atmosphäre

(Pressemitteilung) Die Wettbewerbsnominierungen des 22. Internationalen Filmfestes Emden-Norderney stehen fest: Insgesamt 21 Spiel- und Dokumentarfilme aus Nordwesteuropa gehen ins Rennen um den Bernhard Wicki Preis, den DGB Filmpreis, den NDR Filmpreis für den Nachwuchs, den AOK-Filmpreis und den EZetera Filmpreis. Um den Ostfriesischen Kurzfilmpreis bewerben sich elf Filme aus Deutschland, den Niederlanden, Norwegen und der Schweiz.

Insgesamt werden 102 Filme aus 21 Ländern präsentiert. Davon sind 60 Produktionen abendfüllende Langfilme und 42 Kurzfilme. 15 Langfilme sind in deutscher Erstaufführung zu sehen, davon drei als Weltpremieren. Unter den Kurzfilmen sind 11 deutsche Premieren. Die Organisatoren um die Festivalleiter Silke Santjer und Rolf Eckard erwarten erneut weit über 20.000 Zuschauer.

Eröffnungsfilme „Beautiful Lies“ und „Fliegende Fische müssen ins Meer

Eröffnungsfilm am 15. Juni in Emden ist die französische Produktion „Beautiful Lies“ von Pierre Salvadori. In der fantasievollen und sommerleichten Komödie ist Audrey Tautou als gewitzte Besitzerin eines Frisiersalons zu erleben, die ihre Mutter von deren Liebeskummer erlösen möchte. Eine grandiose Idee flattert ihr ins Haus, doch sie löst eine ganze Lawine von Notlügen aus…

Auch in „Fliegende Fische müssen ins Meer“, dem Eröffnungsfilm auf Norderney, nimmt die Tochter die Zügel in die Hand, um die Liebesnöte der Mutter zu regeln und schlittert dabei beinahe selber in eine Katastrophe. Meret Becker glänzt in diesem farbenfrohen Film als etwas schräge Mutter, die so gar nicht in die Provinz passen will. Zu beiden Filmen werden Gäste erwartet.

Neues britisches und irisches Kino

Sowohl im Autorenkino, wie in „Archipelago“ der Newcomerin Joanna Hogg, als auch in Komödien wie „Submarine“ von Richard Ayoade oder „Alles koscher!“ von Josh Appignanesi stehen Familien im Umbruch im Mittelpunkt. Die Geschichte des ältesten Erstklässlers der Welt erzählt „The First Grader“ von Justin Chadwick, der zuletzt mit „Die Schwester der Königin“ mit Scarlett Johannson von sich reden machte. In „Oranges and Sunshine“ greift Jim Loach, Sohn von Ken Loach, einen der größten Sozialskandale der britischen Geschichte auf: die Deportation tausender Kinder armer Familien nach Australien. In der Hauptrolle brilliert hier Emily Watson. Ergänzt wird die britisch-irische Reihe durch das Schulfilmprogramm „Britfilms“ sowie ein Special mit fünf Filmen des diesjährigen Oscarpreisträgers Colin Firth.

Neue deutschsprachige Filme

13 Filme unterschiedlicher Genres werden in der Reihe „Neue Deutsche Filme“ gezeigt. Viele der Produktionen schauen dabei über den heimischen Tellerrand. In „Halabja – Die verlorenen Kinder“ werden die Schicksale der Opfer eines Giftgasanschlags im Irak in behutsamen Bildern verwoben. Der vom NDR koproduzierte Thriller „Vergiss nie, dass ich dich liebe“ von Carlo Rola nach einer Erzählung von Elizabeth George spielt zum großen Teil in Utah, und in „Sing! Inge, sing!“ (Sing! Inge, Sing! - Der zerbrochene Traum der Inge Brandenburg) porträtiert Marc Boettcher die einst weltberühmte und heute vergessene deutsche Jazzsängerin Inge Brandenburg. Brigitte Maria Bertele, die bereits 2008 für „Nacht vor Augen“ in Emden ausgezeichnet wurde, erzählt in „Der Brand“ vom Kampf einer mutigen Frau um Gerechtigkeit, nachdem ihr Vergewaltiger freigesprochen wird. In „Ein Tick anders“ gerät die Welt eines Mädchens mit Tourette-Syndrom ins Wanken, als der Vater arbeitslos wird, und in „Tage die bleiben“ versucht eine zerstrittene Familie nach dem Tod der Mutter einen Neuanfang.

Internationale Reihe

Neben Produktionen aus Skandinavien, den Niederlanden und der Schweiz setzt das Festival in diesem Jahr erstmals einen Schwerpunkt auf Kino aus Frankreich. Außer dem Eröffnungsfilm „Beautiful Lies“ umfasst das Programm das Musical „Leila“ von Audrey Estrougo, den Thriller „Point Blank/A Bout Portant“ von Fred Cavayé sowie die Komödie „Nichts zu verzollen“ von Dany Boon. Den Nachfolgefilm des Megaerfolgs „Willkommen bei den Sch'tis“ präsentiert das Festival als Abschlussfilm am letzten Festivaltag. In italienisch-schweizerischer Koproduktion gehen mit „The Flowers Of Kirkuk“ und „School is over“ zwei weitere starke Wettbewerbsbeiträge ins Rennen, und mit „Stationspiraten“ präsentiert das Festival einen der erfolgreichsten Schweizer Filme der letzten Jahre. Die Partnerschaft mit dem Haugesund Filmfestival bringt erneut hochkarätige Kinoproduktionen aus Norwegen nach Ostfriesland, darunter die britisch-norwegische Komödie „Wide Blue Yonder“ mit Lauren Bacall, die direkt in Emdens Partnerstadt Haugesund gedreht wurde.

Kurz und gut – Die Kurzfilmsektion des Internationalen Filmfests Emden-Norderney

Kurz, gut und zumeist brandaktuell – so präsentiert sich in diesem Jahr die Kurzfilmsektion des Internationalen Filmfests Emden-Norderney. Die Bandbreite der insgesamt 42 Filme reicht vom aufwändig-epischen Animationsfilm über rasante Komödien bis hin zu feinsinnig experimentellen Off-Produktionen. Neben dem Kurzfilmwettbewerb stehen sechs herausragende Kurzfilmproduktionen aus Island im Fokus, die auf jeweils ganz eigene und besondere Art und Weise, Alltag und Lebensgefühl auf der Atlantikinsel am Polarkreis einfangen.

Kooperation mit Kunsthalle

In der Kunsthalle Emden ist während des Festivals die erste große Ausstellung eines Kunstmuseums zum Thema „Storyboards“ zu sehen. Unter dem Titel „Zwischen Film und Kunst“ werden nicht nur „optische Drehbücher“ berühmter Filmklassiker von Hitchcock bis Spielberg präsentiert, sondern auch ihre filmische Umsetzung. Das Festival zeigt ausgewählte Filme der Ausstellung im Atrium der Kunsthalle, darunter z.B. „Fantasia“ von Walt Disney und „Der Mann, der die Frauen liebte“ von François Truffaut. Das Kunsthallen-Atrium gibt damit sein Debüt als Kinosaal.

Filmgäste

Martina Gedeck, die mit dem „Emder Schauspielpreis“ geehrt wird, kommt zu diesem Anlass nach Ostfriesland und wird im Rahmen der Preisverleihungsgala diese neue Auszeichnung des Internationalen Filmfests Emden-Norderney entgegennehmen. Aus Großbritannien, Frankreich, Finnland, Norwegen, der Schweiz, Italien und den Niederlanden haben sich bereits weitere Filmgäste angekündigt. Rund 70 Schauspieler, Regisseure, Produzenten und Autoren werden zum Festival erwartet, darunter Dennenesch Zoudé, Justin Chadwick, Carlo Rola und Meret Becker.

Galas und Events

Zu einem glanzvollen Festival gehört auch ein festliches und unterhaltsames Rahmenprogramm. Neben den Galaveranstaltungen zur Eröffnung und Verleihung der Filmpreise stehen Talks und Filmgespräche, die feierliche Verleihung des Drehbuchpreises sowie der traditionelle Schiffsausflug mit Beachvolleyball-Turnier für Gäste und Akkreditierte nach Norderney auf dem Programm.

Neu im Festivalgeschehen etabliert wird der Filmtee, ein nachmittäglicher Talk mit Filmgästen, moderiert von Dorothee Wenner. Gegen Mitternacht bei „Theessen & Bergmeister“ plaudern die Journalistin Hilke Theessen und der Kabarettist Volker Bergmeister in lockerer Runde im Grand Café mit Festivalgästen.
- Festivaleröffnung, Mittwoch 15. Juni, 19.00 Uhr
- Eröffnung auf Norderney, Donnerstag 16. Juni, 19.00 Uhr
- „Theessen & Bergmeister“ - Talk im Grand Café, Donnerstag 16. bis Samstag 18.
Juni, 23.30 Uhr
- Nordmedia-Talk „Movies, Möven und Mee(h)r, Donnerstag 16. Juni, 17 Uhr
- Filmtee mit Dorothee Wenner, Freitag 17. Juni und Samstag 18. Juni, 17 Uhr
- DGB Filmgespräch, Freitag 17. Juni, 15 Uhr
- Preisverleihung Drehbuchpreis, Freitag 17. Juni, 19.15 Uhr
- Dünentalk auf Norderney, Samstag 18. Juni, 12 Uhr
- Preisverleihung Filmpreise, Sonntag 19. Juni, 19.30 Uhr

Preise


Die Preisgelder, die beim Internationalen Filmfest Emden-Norderney vergeben werden, sind höher denn je. Mit den beiden neuen Preisen, dem Emder Schauspielpreis und dem AOK-Filmpreis werden 10.000 Euro mehr ausgelobt, insgesamt kann man nun Preisgelder in Höhe von 53.500 Euro gewinnen.

Die Filmpreise und der Emder Schauspielpreis werden auf der großen Galaveranstaltung am Sonntag vergeben, den Emder Drehbuchpreis vergibt die vom Grimme-Institut berufene Jury bereits am Freitag, dem 17. Juni. Der wohl ungewöhnlichste Preis eines deutschen Filmfestivals heißt „Ein Schreibtisch am Meer“ und beinhaltet ein zweiwöchiges Kurzstipendium im Hotel Seesteg auf Norderney.

Das Festival findet vom 15. bis 22. Juni 2011 statt. Weitere Informationen finden Sie unter www.filmfest-emden.de und www.facebook.com/filmfestemden


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