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FIRST STEPS – Der Deutsche Nachwuchspreis
FIRST STEPS – Der Deutsche Nachwuchspreis
© www.firststeps.de

Der Deutsche Nachwuchspreis

Preisträger FIRST STEPS Awards 2011

(Pressemitteilung) Es gab außergewöhnlich viele Filme, die im Ausland gedreht wurden, in einer anderen Sprache erzählen.

Es war wohl ein Rekordjahr. Bezogen auf die Quantität, war das unsere Last: Wir haben sehr viel sehen müssen. Aber es war ebenso unsere Freude: Wir haben sehr viel sehen dürfen, bezogen auf die Qualität.

"GESUCHT WIRD weniger der 'perfekte' Film als die persönliche Handschrift einer Filmemacherin oder eines Filmemachers, von deren zukünftigen Arbeiten Impulse auf die Film- und Medienkultur zu erwarten sind" – so steht es in den Statuten zu First Steps. Das ist ein sehr hoher Anspruch, und mit dem sind wir angetreten, die Filme auszuwählen. Alle nominierten Filme hielten ihm stand. Ein kurzer Überblick: Es gab außergewöhnlich viele Filme, die im Ausland gedreht wurden, in einer anderen Sprache erzählen. Das ist ja nichts Neues: mit deutschem Fernweh über fremde Länder schreiben, dann hingehen und filmen, was man zuvor zu Hause hübsch ausgedacht hat. Die First Steps Nominierten haben einen anderen Weg gewählt. Sie haben zugelassen, dass das Neue, das sie vorfanden, ihre Konzepte, ihre Ideen verändert oder gar ihre gesamten Geschichten über den Haufen wirft. Dazu gehört Mut, denn man muss sich einlassen, und dabei riskiert man – bekanntlich – viel. Das Risiko hat sich gelohnt.

Kurz- und Animationsfilme: Dígame – Sag mir



Spielfilme bis 60 Minuten: Papa



Wer lebt hier? Wie lebt es sich hier? Warum leben wir? Auffällig viele der 53 Einreichungen für den Dokumentarfilm-Wettbewerb 2011 beschäftigten sich mit Migration und Migranten, mit Fremde und Heimat, mit Identität und Assimilation. Die Erfahrung des Anderen und die Beschäftigung mit den eigenen Wurzeln (die für viele Absolventen nicht in Deutschland liegen) sind die hervorstechenden Themen dieses Jahrgangs. "Generation E" war der dazu passende Titel eines eingereichten Diplomfilms. Viele dieser Filme waren thematisch interessant, aber setzten in der Auswahl ihrer Protagonisten, der Dramaturgie und der Wahl ihrer künstlerischen Mittel auf Konventionelles. Bei FIRST STEPS spielt immer auch die Perspektive des jeweiligen Filmemachers eine Rolle: Wir erwarten keine perfekten Filme, aber Impulse auf das Filmschaffen. Keine letztgültige Sichtweise auf die Wirklichkeit, aber eine Beschäftigung mit der Art und Weise, wie sich ein Dokumentarfilmer in Zukunft mit der Wirklichkeit auseinandersetzen könnte.

Bemerkenswert war in diesem Jahr das besondere Niveau kürzerer Dokumentarfilme, die unter den üblichen Zeitfenstern von 45, 60 oder 90 Minuten bleiben. Viele der eingereichten Filme räumen ihrem Thema exakt so viel Zeit ein, wie es eben braucht, um konzentriert, aber nicht komprimiert erzählt zu werden. Nach Meinung der Jury verweist dieses Vorgehen auf eine besondere Souveränität im Umgang mit Stoff und Form, Marktbedingungen und Publikumserwartungen. Unter den sechs Nominierungen sind daher gleich zwei Filme unter 30 Minuten. Diese kürzeren Formate sollen künftig mehr Beachtung finden. Deshalb hat die Jury sich entschlossen, einen Sonderpreis für kurze Dokumentarfilme zu vergeben – in der Hoffnung, damit auch Weichen für die Zukunft zu stellen und bei FIRST STEPS eine Preiskategorie für kurze Dokumentarfilme in den regulären Wettbewerb aufzunehmen.

Dokumentarfilme: Die Frau des Fotografen



Vor einem Jahr wurde der Commercial Award Jahrgang 2010 etwas hart angefasst. Angesichts der eingereichten Spots wurden mangelnder Mut, wenig Innnovation und das schmerzliche Fehlen von Überraschung bemängelt. 12 Monate später müssen wir leider feststellen: Oops, they did it again! Die totale Erinnerung. Zurück in die Zukunft. Ich weiß, was du letzten Sommer gesagt hast – aber es ist uns egal! Scheinbar wurden wir nicht gehört. Natürlich waren auch dieses Jahr gelungene Spots dabei – sonst hätten wir ja keine fünf nominierten Filme. Aber insgesamt waren wir wieder etwas enttäuscht. Was ist los?

Ja, wir haben dieses Jahr die oft kritisierte Längenbegrenzung von 60 Sekunden für die eingereichten Spots aufgehoben – nicht zuletzt, um der vorherrschenden Vielfalt und den neu hinzu gekommenen Einsatzmöglichkeiten von Werbefilmen gerecht zu werden. Aber: Länger heißt nicht automatisch besser! Nicht jede Idee trägt für mehrere Minuten! Auch wenn ihr wahnsinnig viel Zeit, Herzblut und Geld in gerade diesen einen Shot gesteckt habt – kill your darlings! Es ist in der Werbung durchaus ok, schnell zur Sache zu kommen…

Doch genug der Kritik. Wir schlagen euch folgendes vor: Erzählt Geschichten! Das geht auch und gerade in der kurzen Form. Werbt für kleine, originelle, andere Produkte – wer zwingt euch, den millionsten Spot für eine Jeansmarke zu produzieren? Und bitte: Lasst mal für zwei Jahre den Klavierdeckel zu – euch fallen doch bestimmt noch andere Sounds ein als weichgespülte Piano- und Gitarrenteppiche! Fasst euch ein Herz, werdet wieder mutiger, kompromissloser, frecher. Schockiert uns, bringt uns zum Lachen, Staunen, Grübeln. Dann loben wir euch in einem Jahr über den grünen Klee. Versprochen!

Werbefilme: Constantin Film / Antipiraterie: "Wir beklauen dich doch auch nicht, oder?"



Abendfüllende Spielfilme: Kriegerin




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