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Lars von Trier
Lars von Trier
© BANG Showbiz

Nie wieder Interviews

Von Trier will Mißverständnisse vermeiden

Lars von Trier kündigt an, künftig keine öffentlichen Äußerungen mehr tätigen zu wollen.

Der Regisseur ("Melancholia") hatte bei den Filmfestspielen von Cannes die Äußerung getätigt, er sei "ein Nazi", und sich damit den Zorn der Verantwortlichen zugezogen. Nachdem er am darauffolgenden Tag des Festivals verwiesen wurde, hatte er später erklärt, er "bereue" die Aussagen und machte seinen "dänischen Humor" dafür verantwortlich. Von Trier erklärte dazu im Juli: "Ich habe gelernt, dass ich nicht zu großen Pressekonferenzen gehen sollte. Denn wenn diese Dinge aus meinem Mund kommen, besonders mit diesem dummen, dummen dänischen Humor, versteht das nicht jeder. Ich bereue, dass ich so dumm war."
Jetzt wurde der Regisseur von der Polizei zu den Äußerungen befragt, und erklärte: "Ich wurde heute (5. Oktober), um zwei Uhr von der Polizei von North Zealand (Dänemark) befragt." Es sei dabei um die Kommentare gegangen, die er im Mai auf der Pressekonferenz getätigt habe, erklärt er und fügt hinzu, er sei im Zusammenhang einer "möglichen Verletzung des französischen Gesetztes" befragt worden, "das die Rechtfertigung von Kriegsverbrechen" umfasst. "Aufgrund dieser schwerwiegenden Anschuldigungen habe ich erkannt, dass ich nicht die nötigen Fähigkeiten besitze, mich selbst eindeutig auszudrücken. Ich habe mich deshalb dazu entschieden, mich ab diesem Tag an von allen öffentlichen Äußerungen und Interviews fernzuhalten", kündigt der Filmemacher an.



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