Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder

"Hannah Arendt"

Drehstart zum 105. Geburtstag

(Pressemitteilung) Am 14. Oktober jährt sich zum 105. Mal der Geburtstag der Philosophin Hannah Arendt. Der von ihr geprägte Begriff der „Banalität des Bösen“ veränderte in den 1960er Jahren die Welt. Und ist heute aus unserem Verständnis für Zeitgeschichte – auch der aktuellen – nicht mehr weg zu denken.

Zwei Tage nach Hannah Arendts Geburtstag beginnen am 16. Oktober unter der Regie von Margarethe von Trotta (Rosa Luxemburg, Die bleierne Zeit, Rosenstraße, Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen) in NRW die Dreharbeiten von HANNAH ARENDT (AT). Margarethe von Trotta konzentriert sich in ihrem Film auf die wichtigen Jahre der deutsch-jüdischen Philosophin im New Yorker Exil, als sich diese von dem „einsamen Geschäft des Denkens“ löst und die direkte Auseinandersetzung mit jenen Menschen sucht, deren Handeln unter dem Nazi-Regime sie verstehen will. Hannah Arendt reist im April 1961 nach Jerusalem, um für den renommierten The New Yorker über den Prozess gegen Adolf Eichmann zu berichten. Eichmann, kurz zuvor vom israelischen Mossad in Argentinien gefangen genommen, war im Reichssicherheitshauptamt (RSHA) zuständig für die Organisation der europaweiten Deportation und somit mitverantwortlich für den Mord an sechs Millionen Juden in den Konzentrationslagern. Als Hannah Arendt ihre Artikel-Serie veröffentlicht, löst sie weltweit eine Welle der Entrüstung aus. Sie sieht in Eichmann nicht das Monster, für das die Weltöffentlichkeit ihn hält, sondern erkennt in ihm einen Schreibtischtäter, der seine Aufgabe bestmöglich erfüllen wollte und sich keiner Schuld bewusst ist, da er Befehle von oben gehorsam befolgte - Eichmann verkörpert für sie die „Banalität des Bösen“. Diese mutige Erkenntnis hat weit reichende Folgen. Sie wird geächtet, angefeindet, verliert lebenslange Freunde. Dennoch bleibt sie bei ihrer konsequenten Haltung. Ihr kompromissloses und unangepasstes Denken machen Hannah Arendt zu einer aufregenden, schillernden und einzigartigen Persönlichkeit. Die Hauptrolle der Hannah Arendt spielt Barbara Sukowa (Hierankl, Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen), ihren Ehemann Heinrich Blücher Axel Milberg (Goethe, Almanya – Willkommen in Deutschland). Als Hannah Arendts beste Freundin, die Romanautorin Mary McCarthy, steht die britische Schauspielerin Janet McTeer (Tumbleweeds, The Woman in Black), die für ihre Rolle als Hubert Page an der Seite von Glenn Close in Albert Nobbs für die kommenden Oscars hoch gehandelt wird, vor der Kamera. Hannah Arendts Sekretärin und wichtige Vertraute Lotte Köhler spielt Julia Jentsch (Sophie Scholl – Die letzten Tage, Tannöd). Arendts Freundeskreis, der sog. ‚tribe’, setzt sich zusammen aus ihrem Freund aus Heidelberger Studienzeiten Hans Jonas, gespielt von Ulrich Noethen (Der Untergang, Ein fliehendes Pferd), ihrem langjährigen Weggefährten Kurt Blumenfeld, gespielt von Michael Degen (Leo und Claire, Nachts im Park) und Charlotte Beradt, die sich vor allem zu Hannahs Ehemann hingezogen fühlt, gespielt von Victoria Trauttmansdorff (Das Blaue vom Himmel, Gegenüber). Hannah Arendts Jugendliebe, der Philosoph Martin Heidegger, wird gespielt von Klaus Pohl (Der gläserne Blick, Das Fremde in mir).

Für die Kamera verantwortlich zeichnet Caroline Champetier, die im vergangenen Jahr mit dem französischen Filmpreis, einem César, für den Film „Von Menschen und Göttern“ ausgezeichnet wurde.

Die Dreharbeiten von HANNAH ARENDT (AT) laufen bis Ende Dezember in NRW, Israel, New York und Luxemburg.

Produziert wird HANNAH ARENDT (AT) von Heimatfilm (Bettina Brokemper, Johannes Rexin), in Co-Produktion mit Mact Productions (Antoine de Clermont-Tonnerre), Minotaurus Film (Bady Minck, Alexander Dumreicher-Ivanceanu) und Metro Communications Ltd., gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW (Petra Müller, Martina Horbach), FFA (Peter Dinges, Claudia Liebscher), FFF Bayern (Dr. Klaus Schaefer, Nikolaus Prediger), DFFF (Christine Berg, Kristin Holst), CNC, Film Fund Luxembourg – Fonspa und Film Fund Luxembourg – CIAV, in Koproduktion mit der Degeto Film GmbH (Hans-Wolfgang Jurgan, Bettina Reitz), dem BR (Bettina Ricklefs, Dr. Cornelia Ackers) und dem WDR (Michael André).

HANNAH ARENDT (AT) wird Ende 2012 im Verleih von NFP marketing & distribution* in die deutschen Kinos kommen.



Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.