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Christoph Waltz
Christoph Waltz
© BANG Showbiz

Außer Sichtweite

Christoph Waltz schließt seinen Oscar weg

Der 55-jährige Oscar-Preisträger will seine Auszeichnung nicht zur Schau stellen.

Christoph Waltz bewahrt seinen Academy Award außer Sichtweite auf. Der 55-jährige Schauspieler wurde 2009 für seine Rolle des SS-Standartenführer Hans Landa in Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds" als bester Nebendarsteller mit einem Oscar ausgezeichnet. Inzwischen steht der Goldjunge in Waltz' Wohnung in Los Angeles, wo der gebürtige Wiener zeitweise wohnt, ihn aber nicht für jedermann zur Schau stellt.

"Ich habe ihn weggeschlossen. Wenn immer so ein Oscar rumsteht - ich weiß nicht. Ich muss den nicht immer sehen", sagt er im Gespräch mit RP Online.

Neben einem Wohnsitz in seiner US-amerikanischen Wahlheimat hält der Hollywood-Star sich auch regelmäßig in Berlin auf - fühlt sich dort aber nicht verwurzelt. Dazu erklärt er: "Ich habe auch eine Wohnung in Berlin und kenne viele Menschen, die mich mit der Stadt verbinden. Aber sonst verbindet mich mit Berlin herzlich wenig."

Seit seinem Durchbruch auf der anderen Seite des Atlantiks habe Waltz indes "weniger Skrupel", seine Meinung zu vertreten - so zum Beispiel hinsichtlich der deutschen Mentalität, dass, sobald man als deutschsprachiger Schauspieler nach Hollywood wechselt, man auch der deutschen Filmindustrie völlig den Rücken kehrt. "Ich habe ja nichts gegen deutsche Filme!", beteuert er in dem Interview. "Das irritiert mich an Deutschland: dass der Duft der großen weiten Welt immer woanders angenommen wird." In Frankreich sei dies zum Beispiel anders. Dort frage man eher: "Fühlen Sie sich da draußen nicht verlassen, wo hier in Paris doch der Duft der großen weiten Welt weht?"

Wie er zu vergangenem Zeitpunkt verlauten ließ, hätte zu seinem Oscar-Gewinn auch eine Portion Glück gehört. "Ja, weil Tarantino bei 'Inglourious Basterds' zufällig genau das suchte oder wollte, was er in mir sah. Das war aber nicht meine Heldentat", meinte er gegenüber dem Focus.


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