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Filmstadt Berlin

Dokumentarische Perlen von 1959 bis 1990

(Pressemitteilung) Das Kino in der Brotfabrik und das Kino Krokodil zeigen nun in der Reihe "Filmstadt Berlin" dokumentarische Perlen.

Die BROTFABRIK hat die zwei Langfilme "Interview mit Berlin" (08.-14.12.) und "Towarisch Berlin" (15.-21.12.) im Programm. Der Regisseur Max Jaap drehte seinen Farbfilm "INTERVIEW MIT BERLIN" von 1959 zum zehnjährigen Bestehen der DDR und bekam wegen der Art und Weise, wie er Westberlin zeigte und kommentierte, Schwierigkeiten bei der Abnahme. In diesen Zeiten des Kalten Kriegs befasste sich sogar das Politbüro, u.a. Erich Honecker und Kurt Hager, vorab in einer Sondervorführung mit dem Film. Heute sind die frühen Farbaufnahmen von ganz Berlin deshalb interessant, da sie auch den Alltag in Ost- und Westberlin, die Auswirkungen der Viersektorenstadt sowie die damalige Kulturszene zeigen. Es ist einer der großen Berlin-Filme der 1950er Jahre, der zudem die einzigen Farbaufnahmen der „Mutter Courage“-Inszenierung mit Helene Weigel zeigt.

Zehn Jahre später, zum 20. Jahrestag der DDR, drehte der bekannte russische Dokumentarfilmer Roman Karmen "TOWARISCH BERLIN" (Genosse Berlin). Das selten gezeigte, auf dem Leipziger Festival ausgezeichnete und unbedingt sehenswerte Farbdokument in CinemaScope thematisiert die Hoffnungen und Ängste der Berliner Stadtbevölkerung nach zwei Weltkriegen und kombiniert alte Kriegsaufnahmen mit aktuellen Aufnahmen Berlins. So ist u.a. der Fernsehturm im Bau, der Checkpoint Charlie und die Siegessäule zu sehen. Roman Karmen betont die deutsch-russische Solidarität, zeigt Menschen, die Familienmitglieder in "Stalingrad oder in Buchenwald" verloren haben, oder weist darauf hin, dass schon Lenin 1895 in der Bibliothek der Humboldt-Universität studierte.

Das KINO KROKODIL präsentiert in seinem Kurzfilmprogramm "BERLIN BEI NACHT" Berliner Originale, Atmosphärisches und die Kneipen-(Sub-)Kultur der Stadt. "Nachtarbeiter" (1973) zeigt zum einen, dass die Stadt nie schläft, aber auch welche Anstrengung es die Arbeiter kostet. "Feuerland" (1987) erzählt von der Dorotheenstadt in Berlin-Mitte mit ihren unzähligen Kneipen wie dem Wappenkeller, dem Altdeutschen Ballhaus oder dem rustikalen Borsigeck. Dort treffen sich Arbeiter und Punks, feiert ein Paar seine Hochzeit und der 75-jährige Kutte ist der ungeschlagene Schachkönig. In "Imbiß spezial" ist eine Mitropa-Imbissbude in der Nacht zum 07. Oktober 1989, dem 40. Jahrestag der DDR, Schauplatz. In der unterirdischen Halle des Berliner Bahnhofs Lichtenberg spiegeln die beiläufigen Kommentare einen Staat zwischen Untergangs- und Aufbruchsstimmung.

PROGRESS gibt zu dem Thema "Filmstadt Berlin" auch einen Kalender mit 54 Berlin-Filmen samt Berlin-Szenenfotos heraus. Mit den Augen der Filmschaffenden ist die Entwicklung der Stadt von 1946 bis 1990 zu sehen, aber auch die Anfänge der deutschen Filmgeschichte in der Schönhauser Allee. Der Kalender geht auch in den freien Verkauf und ist u.a. über Progress zu beziehen. Gern stellen wir Ihnen zur Besprechung des Kalenders ein Exemplar zur Verfügung.

DIE NÄCHSTEN SPIELTERMINE IM ÜBERBLICK:
27.11. 17 h Kino Krokodil: Kurzfilmprogramm „Berlin bei Nacht“ („Feuerland“ RE: Volker Koepp, „Imbiß spezial“ RE: Thomas Heise, „Nachtarbeiter“ RE: Richard Cohn-Vossen), Drehorte: u.a. Borsigstraße, Stadtbad Mitte, Bahnhof Lichtenberg, Chausseestraße 30.11. 20 h Babylon: Berlin - Ecke Schönhauser (Drehbuch: Wolfgang Kohlhaase), Drehorte: u.a. Schönhauser Allee, Friedrichstraße, Zoologischer Garten 04.12. 11h Bundesplatz-Kino, 17h Kino Krokodil: Solo Sunny (Silberner Bär 1980), Drehorte: u.a. Kopenhagener Straße, Schönhauser Allee, Friedhof Pappelallee 07.12. 20h Babylon: Alarm im Zirkus (Drehbuch: Wolfgang Kohlhaase, Kassenschlager 1954 mit 3,6 Mio Zuschauern), Drehorte: u.a. Friedrichstraße, Kleine Hamburger Straße, Koppenplatz 08.-14.12. 18h Brotfabrik: Interview mit Berlin (Frühe Farbaufnahmen von 1959 über ganz Berlin), Drehorte: u.a. Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Rotes und Schöneberger Rathaus, Reichstag, Siegessäule, Wittenbergplatz, Hermannplatz, Hansa-Viertel 11.12. 17h Kino Krokodil: Kurzfilmprogramm „Berlin bei Nacht“ („Feuerland“ RE: Volker Koepp, „Imbiß spezial“ RE: Thomas Heise, „Nachtarbeiter“ RE: Richard Cohn-Vossen), Drehorte: u.a. Borsigstraße, Stadtbad Mitte, Bahnhof Lichtenberg, Chausseestraße 15.-21.12. 18h Brotfabrik: Towarisch Berlin (deutsch-russischer Dokumentarfilm, Berlin im Sommer 1968), Drehorte: u.a. Alexanderplatz mit Fernsehturm im Bau („größter Bauplatz der Hauptstadt“), Karl-Marx-Allee, Reichstag, Brandenburger Tor, Siegessäule, Kudamm Weitere Infos: http://progress-film.de


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