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Münchner Filmfest 2012

Der Verdingbub feiert Deutschlandpremiere

(Pressemitteilung) Filme, die niemanden kalt lassen, gibt es selten - er gehört ganz sicher dazu: Der Verdingbub feierte gestern im CinemaxX-Kino im Rahmen des Münchner Filmfestes seine Deutschlandpremiere.

Präsentiert wurde der Heimatfilm, der mit über 235.000 Zuschauern die besucherstärkste Schweitzer Kinoproduktion der letzten Jahre ist, von den Darstellern Max Hubacher, Katja Riemann, Lisa Brand, Miriam Stein sowie Regisseur Markus Imboden und Produzent Peter Reichenbach.

Das Premierenpublikum zeigte sich bei der Vorführung tief bewegt von der Geschichte um Waisenkind Max (Max Hubacher, "European Shootingstar" bei der Berlinale 2012), das zu Beginn der 50er Jahre als sog. "Verdingkind" in die Obhut der Bauersfamilie Bösiger (Katja Riemann, Stefan Kurt) kommt. Damit teilt Max das dramatische Schicksal von über 100.000 Kindern, die zwischen 1800 und 1970 in der Schweiz und auch in Süddeutschland als "Verdingkinder" von ihren verarmten Eltern oder von Waisenhäusern an Bauern als Arbeitskräfte ausgeliehen und nicht selten menschenunwürdig behandelt wurden. Auch Max wird von den Bösigers gedemütigt und gezüchtigt, nur das Handorgelspiel schenkt ihm Trost. In dem Jungen reift ein Traum, wie er seinem scheinbar vorgezeichneten Schicksal entgehen kann, und er setzt alles daran, sich nicht brechen zu lassen...

Die Zuschauer honorierten das brillante und immer noch aktuelle Heimat-Drama und seine herausragenden schauspielerischen Leistungen bei der Bühnenpräsentation mit anhaltendem Beifall. Im sich anschließenden Q&A zeigte sich, dass für viele Gäste das historische Kapitel der Schweitzer "Verdingkinder" absolut unbekannt war.



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