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19. Internationales Filmfest Oldenburg

Preise und Abschlussbilanz



Fünf Tage Filmfestival: randvoll gepackt mit spannenden Filmen, aufregenden Stars, klugen Gesprächen, exklusiven Empfängen und heißen Partys. Seit 19 Jahren macht das Filmfest den Spätsommer in Oldenburg zur einzigartigen Begegnung mit dem internationalen und deutschen Independentkino. UNION SQUARE-Regisseurin Nancy Savoca, die schon 1994 einen Film auf dem Festival hatte, brachte es auf den Punkt: "Das Festival ist viel, viel größer geworden, aber es hat sich seinen Independentspirit bewahrt."

Fünf Weltpremieren, 6 internationale Premieren und 18 Deutschlandpremieren sorgten für die einzigartige Chance, leidenschaftliches Kino zu entdecken. Zahllose Filmemacher und Schauspieler präsentierten ihre Arbeiten und stellten sich in den oft ausverkauften Vorstellungen den Fragen des Publikums. Die Kapelle der Justizvollzugsanstalt Oldenburg wurde nun schon zum 7. Mal zum wohl ungewöhnlichsten Festivalkino der Welt und außerdem zur Konzertbühne für den ebenso berührenden wir rockigen Auftritt von US-StarButch Walker.

13000 Besucher kamen zum Festival, was bei weniger Vorführungen ungefähr der Auslastung im letzten Jahr entspricht. Insgesamt waren 400 Branchen- und Pressegäste akkreditiert.

An den Start ging das Festival am Mittwoch mit der großen Premiere von Jan Ole Gersters OH BOY in der EWE-Arena in Oldenburg. Über 1000 Zuschauer waren bei der feierlichen Eröffnung dabei und waren begeistert von der wundervoll melancholischen Komödie mit Tom Schilling in der Hauptrolle. Eine bessere Wahl hätte das Festival ganz offensichtlich nicht treffen können, denn sowohl die Jury als auch das Publikum kürten ihn zum Besten Film.

Oscargewinnerin Mira Sorvino war der große Stargast des Festivals und außerdem Präsidentin der ‚all female’ Jury, bestehend aus Lana Morgan, Gabrielle Miller, Debbie Rochon und Tamar Simon Hoffs. Gemeinsam mit dem Oldenburger Oberbürgermeister Prof. Dr. Gerd Schwandner überreichte die Jury bei der feierlichen Closing Night die Hauptpreise.

German Independence Award – Bester Deutscher Film: OH BOY von Jan Ole Gerster.

Die fünf weiblichen Jurymitglieder bedankten sich für die Ehre, den heutigen Alltag in Deutschland durch die Linsen junger, unabhängiger Filmemacher erleben zu dürfen. Alle fünf exzellenten Wettbewerbsbeiträge beschäftigen sich mit Suche nach menschlicher Nähe und nach unausgesprochenen Wahrheiten. Es sind Filme, die sich unter anderem mit dem Generationskonflikt zwischen Eltern und Kindern auseinander setzen und Menschen zeigen, die versuchen, einen sinnvollen Weg in die Zukunft zu finden, während sie sich den unbestrittenen Schrecken der Vergangenheit stellen. OH BOY war für die Jury der Film, der diese Themen nicht nur meisterhaft umgesetzt hat, sondern dem es dabei zudem gelingt, das Publikum auf einer universellen Ebene zu unterhalten und zu rühren.

Außerdem sprachen die Jurymitglieder eine lobende Erwähnung für Lola Randls Die Libelle und das Nashorn aus, der durch die Magie zwischen den beiden Hauptdarstellern Fritzi Haberlandt und Mario Adorf eine ganz eigene Kraft erreicht.

Seymour Cassel Award - Outstanding Performance: Tom Schilling für seinen Leistung in OH BOY.

German Independence Award - Publikumspreis: Der Publikumspreis wurde durch EWE-Marketingleiter Peter Göttelmann ebenfalls an OH BOY überreicht.

German Independence Award - Bester Kurzfilm: UNRAVEL von Meghna Gupta.

Die Begründung der Kurzfilmjury Jan Hinrik Drevs, Maren-Kea Freese und Amon Thein lautete:

UNRAVEL ist ein 14-minütiges Doku-Juwel. Ohne naheliegende Klischees zu bedienen, zeigt uns Regisseurin Meghna Gupta indische Arbeiterinnen in einer Recycling-Fabrik als Teilaspekt der Globalisierung. Der Film berührt ohne sentimental zu sein, überzeugt durch seinen feinen Humor und durch die große Nähe zu seinen Protagonistinnen.

Eine Lobende Erwähnung vergab die Jury außerdem an A Little Suicide von Ana Lily Amirpour.

Abschlussfilm und krönendes Filmfinale des diesjährigen Festivals war die Weltpremiere von Lost Angeles, der jüngsten Regiearbeit des Hollywood-Starkameranns Phedon Papamichael, dem in diesem Jahr die große Retrospektive des Festivals gewidmet war und der seinen Film natürlich persönlich präsentierte.

Zu den zahlreichen weiteren Programmhighlights dieses Jahrgangs gehörten außerdem die bewegende Premiere von Peter Næss Into the White unter Anwesenheit der Hauptdarsteller David Kross und Florian Lukas, die Komödie Tim Sander Goes to Hollywood mitMatthias Schweighöfer, sowie begeistertes Publikumsreaktionen bei Jan Cvitkovics Arheo, Joseph Rezwins Gazzara und Matthew Lillards Fat Kid Rules the World.


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