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Filme von Kathryn Bigelow

Grenzüberschreitungen von 1. bis 29. März 2014 im Kino Arsenal

2010 gewann Kathryn Bigelow für Tödliches Kommando - The Hurt Locker als erste Frau überhaupt den Oscar für die Beste Regie. Kathryn Bigelows Verhältnis zu Hollywood liegt im Spannungsfeld zwischen Affirmation und selbst-reflexiver Dekonstruktion. Der virtuose Umgang mit den Codes des Hollywood-Films erlaubt es ihr, diese immer wieder zu unterwandern. Die Grenzen Hollywoods dehnt sie nicht nur mit ihrer Lust am Spiel mit den Genres – Action, Horrorfilm, Science-Fiction oder Film noir –, sondern auch mit der Darstellung von Geschlechterrollen. In typischen Männerwelten behaupten sich ihre androgynen Frauenfiguren stets als eigenständige Charaktere. Das Arsenal zeigt alle neun Spielfilme Kathryn Bigelows, Born in Flames (Lizzie Borden, USA 1982), in dem sie als Schauspielerin zu sehen ist und Kenneth Angers Scorpio Rising (1963) als Referenz.

1951 in Kalifornien geboren, studierte Kathryn Bigelow erst Malerei und kam als 20-Jährige mit einem Stipendium des Whitney Museums nach New York. Ein Filmstudium an der Columbia University schloss sich an. In New York war sie bald Teil der lebendigen Kunstszene der 70er Jahre, arbeitete mit Richard Serra und Robert Rauschenberg und wurde Mitglied der Konzeptkunstgruppe Art & Language. Ihr konzeptuelles Interesse und ihre Faszination für Gewaltdarstellungen zeigten sich erstmals in einem Kurzfilm, den sie als Studentin an der Columbia University drehte. The Set-Up (1978) zeigt, wie sich zwei Männer auf der Straße prügeln. Gleichzeitig analysieren auf der Tonebene die zwei Theoretiker Sylvère Lotringer und Marshall Blonsky das Geschehen.

Ihr erster Spielfilm, The Loveless (1982), entstand noch aus der New Yorker Szene heraus. Inspiriert von Kenneth Angers Scorpio Rising (1963) erzählt er von einer Motorradgang, die in ein Kaff im Süden der USA einfällt. Die Zutaten des Bikerfilms – glänzendes Leder, schwere Maschinen und Waffen – setzt Bigelow als fetischistische Objekte in Szene. Außenseiter und verschworene Gruppen stehen immer wieder im Zentrum von Bigelows Filmen. Die Bombenentschärfer in Tödliches Kommando - The Hurt Locker (2008) ebenso wie die CIA-Agentin in Zero Dark Thirty (2012) und die Polizistin in Blue Steel (1989) agieren allein, ohne Rückhalt und Sicherheitsnetz. Ersatzfamilien und Subkulturen, die gemeinsam gegen einen äußeren Feind antreten, finden sich unter den Vampiren in Near Dark - Die Nacht hat ihren Preis (1987) und in der Surferclique in Gefährliche Brandung (1991). Der 1995 von James Cameron geschriebene und produzierte Strange Days (1995), in dem der objektifizierende Kamerablick, Voyeurismus und Medialität verhandelt werden, war an den Kinokassen ein Flop und legte ihre bis dahin vielversprechende Laufbahn fürs Erste aufs Eis. Erst im Jahr 2000 konnte sie ihren nächsten Film drehen. Mit ihren beidenletzten Filmen, The Hurt Locker und Zero Dark Thirty, katapultierte sie sich wieder in die öffentliche Wahrnehmung.

Sa 1.3, 20h & Mi 12.3, 20h Near Dark
Mo 3.3., 20h & Di 25.3., 21h Blue Steel
Di 4.3., 20h & Do 13.3., 20h Gefärliche Brandung
Mi 5.3., 20h & Di 11.3., 20h Tödliches Kommando
Fr 7.3., 20h & Fr 28.3., 20h Zero Dark Thirty
Sa 8.3., 20h & Mo 17.3., 20h Strange Days
So 9.3., 20h & Sa 22.3., 21h K-19: Showdown in der Tiefe
Mo 10.3., 20h & Mo 24.3., 20h Das Gewicht des Wassers
Mi 19.3., 20h & Sa 29.3., 21h The Loveless; Scorpio Rising (nur am 19.3.)
Mi 26.3., 19.30h Born in Flames


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