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Karl Dall: Freispruch im Vergewaltigungsprozess

Herber Rückschlag: Karl Dall wieder vor Gericht?

(04.08.2014) Ich bin froh, dass es zum Prozess kommt
Karl Dall muss sich im Herbst vor Gericht verantworten. Dem Komödianten wird vorgeworfen, in einem Hotel in Zürich eine Journalistin vergewaltigt zu haben. Vergangene Woche hatte der 73-Jährige einen Termin bei der Staatsanwaltschaft, die entschied, dass es zur Anklage kommt und sich Dall im Herbst vor Gericht verantworten muss. Warum er der Anhörung positive entgegensieht, hat der Schauspieler, der von Anfang an seine Unschuld beteuerte, im Interview mit der BILD-Zeitung erklärt. "Ich bin froh, dass es zum Prozess kommt und ich habe damit auch gerechnet. Nun kann meine Unschuld endlich bewiesen werden. Damit wird dieser Albtraum endlich ein Ende finden", so der Entertainer.
Die mutmaßliche Vergewaltigung soll sich im vergangenen September ereignet haben. Anja-Maria S. traf sich mit Dall zum Interview in dessen Hotel in Zürich. Bislang hatten die beiden nur telefonischen Kontakt. Die Journalistin soll dann die Nacht in der Suite des Fernsehstars verbracht haben. Er sagt, zwischen ihnen sei nichts gelaufen und sie sei eine Stalkerin. Sie hingegen behauptet, von Dall vergewaltigt worden zu sein. Der Komiker wurde daraufhin verhaftet und saß für vier Tage im Gefängnis. Laut Karl Dall war es der größte Fehler seines Lebens Anja-Maria S. auf sein Zimmer gebeten zu haben.


(23.09.2014) Staatsanwaltschaft erhebt offiziell Anklage wegen Vergewaltigung
Gegen Karl Dall wurde heute (23. September) von der Schweizer Staatsanwaltschaft offiziell Anklage wegen Vergewaltigung erhoben. Seit er im November kurzzeitig festgenommen wurde, bestreitet Dall den gegen ihn vorgebrachten Vergewaltigungs-Vorwurf und ließ auch jetzt nochmal von seinem Anwalt gegenüber "bild.de" erklären: "Es ist üblich, dass der Staatsanwalt die Version der angeblichen Geschädigten in der Anklageschrift niederschreibt. Das macht die Sache nicht zur Wahrheit. Karl Dall bleibt dabei, es gab keine Vergewaltigung."


(16.10.2014) Prozesstermin steht fest
Karl Dall muss sich am 9. Dezember vor dem Zürcher Bezirksgericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, im September 2013 die Journalistin Anja-Maria S. in einem Hotel in Zürich vergewaltigt zu haben. Dass dem 73-Jährigen der Prozess gemacht wird, stand schon länger fest, mit dem genauen Datum, das der Anwalt des Komikers gegenüber Blick.ch bestätigte, ist jetzt auch der Gerichtstermin bekannt. Die Staatsanwaltschaft will ihren genauen Strafantrag gegen Dall erst am Prozesstag bekannt geben.
Gegen die Vorwürfe, er habe die Journalistin vergewaltigt, wehrte sich der TV-Star von Anfang an. Über seinen Anwalt ließ er schon vor einer Weile gegenüber bild.de erklären: "Es ist üblich, dass der Staatsanwalt die Version der angeblichen Geschädigten in der Anklageschrift niederschreibt. Das macht die Sache nicht zur Wahrheit. Karl Dall bleibt dabei, es gab keine Vergewaltigung."
Der Entertainer freut sich nach eigener Aussage auf den Prozess, weil er glaubt, dass dadurch endlich die Wahrheit ans Licht kommt. Seine Familie habe in den letzten Monaten sehr gelitten. "Ich möchte auch ihr zuliebe diese schlimme Geschichte endlich abschließen", so Dall.
Zu dem Treffen zwischen dem Schauspieler und der 43-Jährigen kam es durch einen Interview-Termin. Zuvor sollen sie nach Aussage des Fernsehstars nur telefonischen Kontakt gehabt haben. Auf dem Hotelzimmer sei dann nichts weiter vorgefallen, in einem früheren Interview bezeichnete Dall die Journalistin als Stalkerin.
Anja-Maria S. wird sich laut Blick.c' wohl darauf einstellen müssen, dass ihre Vorgeschichte vor Gericht thematisiert wird. Sie ist bereits vorbestraft, weil sie den Schweizer Alt-Bundesrat Adolf Ogi und Ständerat Urs Schwaller "massiv belästigt" hat. Außerdem soll sie auch einem andern Schweizer Politiker bereits mit einer Anzeige wegen Vergewaltigung gedroht haben.


(09.12.2014) Karl Dall will seine Unschuld vor Gericht beweisen
Karl Dall muss sich heute (9. Dezember) in Zürich, Schweiz, vor Gericht verantworten. Nach Angaben der Bild-Zeitung ging es zu Beginn der Verhandlung um eine Tonaufnahme aus dem Hotelzimmer, in dem sich der 73-Jährige und sein angebliches Opfer zum Interview getroffen hatten und wo dann die Vergewaltigung stattgefunden haben soll. Außerdem standen wohl das Jahreseinkommen des TV-Stars und die Auswirkungen der Anschuldigungen auf Dalls Karriere zur Debatte. Weiter wird die Beziehung zwischen ihm und Anja-Maria S. analysiert. So soll es im Vorfeld des Treffens bereits "schlüpfrige E-Mails" gegeben haben. Laut Blick.ch blieb Dall auch vor Gericht dabei, die Journalistin nicht vergewaltigt zu haben. Nachdem das angebliche Opfer zwei Monate nach der besagten Tatnacht Anzeige erstattete, wurde der Komiker festgenommen und saß vier Tage in Untersuchungshaft. Das Urteil in dem Gerichtsprozess könnte noch heute fallen.

(09.12.2014) "Ich bin doch nicht George Clooney"
Im Fall Karl Dall stehen Aussage gegen Aussage. Anja-Maria S. blieb zum Auftakt des Prozesses vor dem Gericht in Zürich bei ihrer Darstellung, der Schauspieler habe sie am 6. September 2013 in einem Züricher Hotelzimmer vergewaltigt. "Es war die schlimmste Nacht meines Lebens", sagte die Journalistin, die nach eigenen Angaben seitdem mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat. In der Verhandlung berichtete sie, dass es im Vorfeld des Abends e-mail-Verkehr gegeben habe, wobei es eigentlich um Absprachen für ein Interview ging. Die Inhalte der Nachrichten seien dann allerdings immer intimer geworden. Als der 73-Jährige in Zürich wegen eines Fernsehinterviews war, schlug er vor, die Sendung auf seinem Hotelzimmer gemeinsam anzuschauen. Dort habe Dall anzügliche Anspielungen gemacht, sei sie eingeschlafen und dann aufgewacht, als der Künstler sie vergewaltigte.

Vor Gericht kam indes auch heraus, dass die Klägerin wegen Stalking von schweizerischen Politikern vorbestraft ist und auch behauptet, dass der Sänger Udo Jürgens ihr erster Freund gewesen sei, was dieser bestreitet.

Karl Dall selbst streitet sämtliche Vorwürfe ab. Sie seien ein wenig "neugierig aufeinander" gewesen, aber er habe die Frau als zudringlich empfunden: "Mir war das unangenehm. Ich bin doch nicht George Clooney. Ich habe versucht, die Frau loszuwerden und ihr sogar angeboten, ihr ein Taxi nach Hause zu bezahlen." Seit Bekanntwerden der Vorwürfe habe er keinerlei Angebote mehr erhalten.


(10.12.2014) Freispruch im Vergewaltigungsprozess
Karl Dall ist am Dienstag (09. Dezember) vor einem Gericht in Zürich von den Vergewaltigungsvorwürfen freigesprochen worden. Es lägen keine hinreichenden Beweise vor, dass der 73-jährige Comedy-Star die Klägerin, eine Schweizer Journalistin, Anfang September 2013 mit Gewalt zum Sex gezwungen habe. Als Entschädigung sprach das Gericht ihm einen Betrag von umgerechnet rund 8.300 Euro zu. Die Staatsanwaltschaft hatte am Dienstagnachmittag (08. Dezember) in ihrem Schlussplädoyer auf eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren plädiert, berichtete die BILD-Zeitung. Es stünde Aussage gegen Aussage, merkte der Staatsanwalt jedoch an. Der Anwalt der Verteidigung forderte, Dall wegen Vergewaltigung und Nötigung schuldig zu sprechen. Zudem solle er ein Schmerzensgeld von Höhe von umgerechnet rund 43.000 Euro zahlen. Dalls Verteidiger hatte von Anfang an auf einen Freispruch plädiert.


(11.12.2014) So erging es seiner Frau während des Prozesses
Das Warten auf den Prozess war für Karl Dall und auch für seine Frau Barbara eine schwierige Zeit. Seine Frau hatte aber immer mit einem Freispruch gerechnet, wie sie jetzt im Bild-Interview erklärte: "Ich kenne meinen Mann seit über 45 Jahren. Mir war immer klar, dass er zu so etwas nicht fähig ist. Deshalb war ich immer davon überzeugt, dass er freigesprochen wird."
Im vergangenen Jahr habe Barbara Dall außerdem erkannt, wer die wirklich wahren Freunde sind. Das sei etwas Positives, was sie aus dieser Zeit mitnehme. Während der Ermittlungen musste Karl Dall kürzer treten. Er war ein Jahr nicht im TV zu sehen und es sei ihm viel Geld wegen dieser Sache flöten gegangen. Nun soll es aber wieder bergauf gehen. Der 73-Jährige erklärte: "Wie es aussieht, werde ich weiter in der Serie "Notruf Hafenkante" dabei sein und mit meinem Programm wieder auf die Bühne gehen."


(19.01.2015) Update
Karl Dall muss vielleicht erneut vor Gericht erscheinen, wie der Schweizer Blick berichtet. Sowohl das Opfer als auch die Ankläger und die Staatsanwaltschaft haben nun Berufung eingelegt, wie die Zeitung berichtet. Bevor man damit jedoch ans Obergericht gehe, warte die Staatsanwaltschaft noch auf das begründete Urteil für die Berufung. Für den in Emden geborenen 73-Jährigen wäre dies ein herber Rückschlag, denn nach der Verhandlung hatte er verkündet, "sehr happy" über das für ihn günstige Urteil zu sein. Handfeste Beweise für seine Schuld hätten gefehlt, die Argumente des Entertainers waren für den Richter offensichtlich überzeugender als die des vermeintlichen Opfers. Ob und wann Dall sich wieder vor Gericht verantworten muss, ist noch unklar. Derzeit wird der Antrag auf Berufung noch geprüft.



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