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Robin Williams ist tot

Polizei geht von Selbstmord aus

(12.08.2014)
Oscar-Preisträger Robin Williams, in den 1980er Jahren als Schauspieler und Komödiant weltweit bekannt geworden , wurde am Montag (11. August 2014) nach einem Notruf im eigenen Haus in Kalifornien von der Polizei tot aufgefunden. Als Todesursache wurde ersticken festgestellt, die Polizei geht von einem Selbstmord aus - die Untersuchungen sind jedoch noch nicht abgeschlossen.

Der am 21.Juli 1951 geborene Robin McLaurin Williams hatte zuletzt unter schweren Depressionen gelitten, nachdem er sich erst vor wenigen Wochen in eine Entzugsklinik begeben hatte. Bereits ab den 1970er Jahren hatte er Probleme mit Alkohol- und Kokainsucht, die er nach dem Tod seines Freundes John Belushi im Jahr 1982 jedoch dank einer Therapie für viele Jahre erfolgreich in den Griff bekam. Erst 2006 wurde er wieder rückfällig und checkte umgehend erneut in eine Suchtklinik ein. Mit seinen Suchtproblemen ging er offen um, in Interviews erklärte er, Gründe seines Trinkens seien Einsamkeit und ein Gefühl der Angst.

Insgesamt dreimal verheiratet, hinterlässt Williams drei Kinder und seine aktuelle Ehefrau Susan Schneider, die gestern gegenüber CNN bekannt folgendes bekannt gab: "Heute Morgen habe ich meinen Mann und meinen besten Freund verloren. Die Welt hat einen ihren beliebtesten Künstler, ein wunderbaren Menschen verloren. Mein Herz ist gebrochen. Wenn wir uns an ihn erinnern, soll nicht sein Tod im Mittelpunkt stehen, sondern die unzähligen Augenblicke voll Freude und Lachen, die er uns geschenkt hat." Zudem bat sie im Namen der gesamten Familie darum, in Ruhe trauern zu dürfen.

Derweil haben sich auch einige Kollegen von Williams zu Wort gemeldet. Sein Co-Star aus 'Shrink', Kevin Spacey, schreibt auf Twitter: "Robin hat die Welt zum Lachen & Denken gebracht. Ich werde das erinnern & in Ehren halten." Sein Comedy-Kollege und Freund Steve Martin postet: "Ich könnte über den Verlust von Robin Williams nicht mehr geschockt sein." Und auch Sängerin und Schauspielerin "Cher" ist von dem plötzlichen Tod des beliebten Stars geschockt. "Er war ein netter, LIEBENSWERTER Mann", so die 68-Jährige. Sogar von oberster Steller wird dem Schauspieler ('Mrs. Doubtfire - Das stachelige Kindermädchen') Tribut gezollt. US-Präsident Barack Obama schreibt in einer offiziellen Stellungnahme: "Robin Williams war ein Flieger, ein Arzt, ein Genie, ein Kindermädchen, ein Präsident, ein Professor, ein Peter Pan und alles dazwischen. Aber er war einmalig. Er trat in unser Leben als Außerirdischer - aber schließlich hat er jedes Element des menschlichen Geistes berührt."

Posthum könnte Williams noch einige Male auf der Leinwand zu sehen sein: Sicher ab 18.12.2014 erneut als Teddy Roosevelt in "Nachts im Museum 3: Das geheimnisvolle Grabmal"; außerdem möglicherweise in der Komödie "Merry Friggin' Christmas" (bisher kein Bundesstart) an der Seite von Wendi McLendon-Covey, Lauren Graham und Oliver Platt, sowie im Film "Boulevard" (ebenfalls noch kein Starttermin) der auf dem New Yorker "Tribeca Film Festival" seine Premiere feierte. Was mit dem gerade erst geplanten "Mrs. Doubtfire"-Sequel geschieht, ist noch nicht klar. (von Julia Nieder)


(13.08.2014) Todesursache geklärt - Kinder veröffentlichen Statements zum Gedenken
Die Todesursache von Schauspieler Robin Williams ist nun geklärt. Wie Keith Boyd von der zuständigen Gerichtsmedizin am Dienstag (12. August) auf einer Pressekonferenz mitteilte, wurde Williams am Montag von seiner Assistentin mit einem Gürtel um den Hals tot aufgefunden. Ein Fremdverschulden könne ausgeschlossen werden, hieß es. Am Handgelenk des 63-Jährigen wurden außerdem Schnittverletzungen entdeckt, die offenbar von einem Messer stammten, das in der Nähe des Toten lag. Der herbeigerufene Notarzt konnte vor Ort nur noch den Tod feststellen.
Ob der Oscar- und mehrfache Golden-Globe-Preisträger einen Abschiedsbrief hinterließ, konnte die Polizei zum jetzigen Zeitpunkt weder bestätigen noch dementieren. Die Untersuchungen am Leichnam dauern derweil noch an. Der Abschlussbericht soll erst in zwei bis sechs Wochen vorliegen.

Mit Zak (31), Zelda (25) und Cody (23) hinterlässt Williams drei Kinder, deren Erbe er in einem 2009 aufgesetzten Dokument regelte: Laut der Promi-Seite TMZ wird je das erste Drittel der Gesamtsumme mit Vollenden des 21. Lebensjahres an die Kinder ausgeschüttet. Vier Jahre später folgt dann die erste Hälfte des Rests. Die finale Zahlung erfolgt schließlich am 30. Geburtstag. Bis jetzt hat also nur Zachary, der älteste im Bunde, sein volles Erbe erhalten. Neben seinen Kindern vermacht Williams auch seiner dritten Frau Susan Schneider einen großen Teil seines Vermögens Erbes.

Zum Gedenken an ihren Vater veröffentlichen die Kinder inzwischen bewegende Statements, in denen sie den Fans für ihre Unterstützung und das Mitgefühl in dieser schweren Zeit dankten und Williams als "liebevollen und sanften" Vater erinnerten. Zak nannte ihn seinen "besten Freund": "Ich habe gestern meinen Vater und meinen besten Freund verloren. Die Welt ist seitdem ein bisschen grauer geworden."
Tochter Zelda, die ihre Trauer bereits bei Twitter zum Ausdruck gebracht hatte, erinnert sich an ihren letzten gemeinsamen Moment mit ihrem Vater: "In meiner Familie haben wir Privatsphäre schon immer sehr groß geschrieben. Dieser Moment gehörte dann nur uns. Es war die einzige Möglichkeit, einen Mann für uns zu haben, den wir ansonsten mit der ganzen Welt teilen mussten (...).Mein letzter gemeinsamer Tag mit ihm war mein Geburtstag und ich werde ewig dankbar dafür sein, dass meine Brüder und ich den Tag alleine mit ihm verbringen konnte. Wir haben Geschenke aufgemacht und viel gelacht. Er war immer so herzlich, selbst in den dunkelsten Momenten. Ich werde vermutlich niemals verstehen, wie er es nicht übers Herz bringen konnte, zu bleiben. Es spendet uns Trost, dass wir wissen, dass wir unsere Trauer mit Millionen Menschen teilen. Es lindert nicht den Schmerz, aber es erleichtert die Bürde. Ich danke Euch allen dafür."
Sohn Cody versprach in seinem Trauer-Statement, dass er die Erinnerung an seinen Vater alle Zeit ehren werde bis zum Tod: "Es gibt keine Worte, die stark genug wären um die Liebe und den Respekt zu beschreiben, den ich für meinen Vater empfinde. Die Welt wird nie mehr so sein wie sie war. Ich werde ihn sehr vermissen und die Erinnerung an ihn immer bei mir tragen, bis zu dem Moment, in dem wir uns wiedersehen."


(14.08.2014) Beisetzung in San Francisco - Tribute während der Emmy-Verleihung geplant
Robin Williams wird in San Francisco beigesetzt. Susan Schneider, die dritte Ehefrau Schauspielers, will Berichten nach eine "sehr private" Beerdigung organisieren. In der berühmten 'Bay Area' wird sich die Familie im kleinen Kreis treffen und Abschied von dem Comedian und Hollywoodstar nehmen. Williams' Kinder sowie weitere Familienangehörige sind angeblich bereits in der kalifornischen Küstenstadt eingetroffen. Neben der klein angelegten Trauerfeier soll es zudem eine öffentliche Comedy-Wohltätigkeitsveranstaltung zu Ehren des 'Hook'-Darstellers geben - offiziell bestätigt wurde das aber bisher nicht.

Ein spezielles Tribute an den verstorbenen Hollywoodstar soll es während der Verleihung der Emmy Awards am 25. August in Los Angeles geben. Die Organisatoren der 66. Verleihung möchten den 63-jährigen Schauspieler und Comedian in entsprechendem Rahmen gewürdigt wissen, erklärte Executive Producer Don Mischer gegenüber dem US-Magazin 'People': "Die Pläne werden gerade ausgearbeitet. Während wir auf der einen Seite immer noch geschockt sind von den tragischen Nachrichten, die uns Anfang der Woche erreichten, arbeiten wir gleichzeitig schon daran, Robin Williams ein angemessenes Andenken zu bereiten."


(15.08.2014) Update Schauspieler war an Parkinson erkrankt
Auch in dem Rollenspiel World of Warcraft soll der verstorbene Schauspieler, der ein Fan unter anderem der WoW-Spielereihe war, geehrt werden. Der Hersteller Blizzard Entertainment reagiert damit auf eine Online-Petition von Spielern des Rollenspiels. WoW ist dafür bekannt, verstorbene Fans mit nach ihnen benannten Figuren oder Trophäen Tribut zu zollen. Im Falle von Williams soll nun eine neuer Rollenspielcharakter entweder direkt nach dem Schauspieler, oder nach einer der von ihm gespielten Rollen entwickelt werden.

Unterdessen hat Williams Ehefrau bestätigt, dass der Schauspieler an der neurodegenerativen Krankheit Parkinson erkrankt war. In einem offiziellen Statement enthüllte Schneider: "Robin war clean und er kämpfte tapfer gegen seine Depressionen, Angstzustände und gegen die Parkinson-Krankheit an, an der er litt. Er befand sich in einem frühen Stadium der Krankheit und war noch nicht bereit seine Erkrankung öffentlich zu machen."
Bei seinem Selbstmord soll der Schauspieler nüchtern gewesen sein.
Seine Witwe hofft, dass sein tragischer Tod andere Menschen motiviert, sich Hilfe zu suchen, bevor sie den Kampf gegen ihre eigenen Probleme aufgeben: "Im Bewusstsein um Robins Tod hoffe ich, dass andere Menschen, die ähnliche Kämpfe austragen, sich Hilfe und Unterstützung suchen."



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