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Fifty Shades of Grey mit Dakota Johnson und Jamie Dornan
Fifty Shades of Grey mit Dakota Johnson und Jamie Dornan
© Universal Pictures

Kinocharts USA: "Fifty Shades of Grey" schon in schwarzen Zahlen

"Kingsman" ebenfalls großer Erfolg

"Fifty Shades of Grey" ist ein literarisches Phänomen. Über 100 Millionen Exemplare der Soft-Sado-Maso-Romanze sind verkauft worden, obwohl die Kritiker das Buch hassten. Nun wiederholt sich das Ganze in einem anderen Medium: "Fifty Shades of Grey" wird zum cineastischen Phänomen. Am Wochenende gaben die nordamerikanischen Zuschauer 81 Millionen Dollar für die Universal Pictures-Produktion aus, obwohl die Kritiker den Film hassen. Das ist das erfolgreichste Debüt eines Films im Februar hinter "The Passion of the Christ", der 2004 mit knapp 84 Millionen Dollar startete.

Auch die miserable Mundpropaganda konnte am Valentinswochenende die überwiegend jungen weiblichen Zuschauerinnen nicht davon abhalten, eine Karte zu lösen. Obwohl der Streifen mit Dakota Johnson und Jamie Dornan die strenge Altersfreigabe "R" erhalten hat, die Jugendliche ohne Erwachsenenbegleitung ausschließt, rollte der Rubel in den 3646 Kinos. Noch nie ist ein "R"-Streifen mit so vielen Kopien angelaufen - aber die Nachfrage rechtfertigte dieses satte Angebot: Der Schnitt von 22 000 Dollar pro Saal ist phantastisch. Die Produktionskosten von 40 Millionen Dollar hat das Drama damit schon wieder drin, zumal die internationalen Zahlen noch großartiger sind.

Auch auf dem zweiten Rang konnte eine Premiere von 20th Century Fox überzeugen. Die britische Komödie "Kingsman - The Secret Service" stieg in 3204 Kinos mit 35 Millionen Dollar ein - ein sehr guter Schnitt von 11 000 Dollar pro Kopie. Die Comic-Verfilmung von Matthew Vaughn ("X-Men: Erste Entscheidung") mit Colin Firth profitierte als Gegenprogramm zu "Fifty Shades of Grey", weil er sich mehr ans männliche Publikum wendete, und von den guten Kritiken und der noch besseren Mundpropaganda.

Der Spitzenreiter der Vorwoche, "SpongeBob Schwammkopf 3D" konnte gegen diese hervorragenden Neuheiten nichts ausrichten und wurde an seinem zweiten Wochenende auf den dritten Rang abgedrängt. Der Animationsfilm erreichte 30 Millionen Dollar, das war ein mäßiger Zuschauerverlust von 44 Prozent gegenüber dem Premierenwochenende. Paramount Pictures hatten nochmals 13 Leinwände gebucht und machten den Streifen mit 3654 Filmtheatern nun zum meistgezeigten Film der USA. In dieser Hinsicht löste "Sponge Bob" "American Sniper" ab, der für die anderen beiden "R"-bewerteten Produktionen "Fifty Shades of Grey" und "Kingsman" über 400 Säle abgeben musste.

"American Sniper" ist nun Vierter und kreuzte am Sonntag die 300 Millionen Dollar-Linie. Nach acht Wochen liegt das Bradley Cooper-Drama bei 304 Millionen Dollar und könnte weiterhin der erfolgreichste Film des Jahres 2014 werden.

Auf Platz fünf der Abenteuerfilm "Jupiter Ascending" der Wachowskis, der mit insgesamt 32 Millionen Dollar nach zehn Tagen auf gewaltigem Flop-Kurs liegt. Auf Platz sechs das Gleiche: Ein weiterer Abenteuerfilm nach zehn Tagen auf gewaltigem Flop-Kurs. "Seventh Son" mit Julianne Moore, der bislang gerade mal läppische 13 Millionen Dollar eingespielt hat. Siebter ist "Paddington". Die britische Komödie hat nach fünf Wochenenden erfolgreiche 62 Millionen Dollar umgesetzt. Der dritte britische Vertreter in den Top Ten, "The Imitation Game", verteidigte am zwölften Wochenende Rang acht. Alles in allem liegt der "Oscar"-Anwärter bei erfreulichen 80 Millionen Dollar. Auch auf Rang neun ist man einigermaßen zufrieden: Die Kevin Hart-Komödie "The Wedding Ringer" hat nach fünf Wochen 60 Millionen Dollar erlöst. Und schließlich auf dem zehnten Platz der Science Fiction-Film "Project Almanac" - einer der seltenen Flops aus dem Hause von Produzent Michael Bay: Nur 20 Millionen Dollar nach drei Wochenenden.

Zwei Produktionen wurden von den Premieren aus den Top Ten verdrängt: Kevin Costner muss den nächsten Reinfall verschmerzen - sein Relativity Media-Drama "Black or White" verlässt den Kinocharts-Olymp bereits am dritten Wochenende mit nur 17 Millionen Dollar. Einen Achtungserfolg konnte dagegen Jennifer Lopez mit ihrem Thriller "The Boy Next Door" verbuchen. Der mit vier Millionen Dollar sehr günstig produzierte Streifen bringt Universal Pictures 34 Millionen Dollar ein. J-Lo konnte sich eine Woche länger als Kevin Costner in den Top Ten halten.

Alles in allem ein mega-fettes Wochenende in den USA: Mit 196 Millionen Dollar der Top Twelve ist es das stärkste aller Zeiten im Februar. Letztes Jahr waren 160 Millionen Dollar mit "The LEGO Movie" an der Spitze zusammen gekommen.



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