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Will Smith in Focus
Will Smith in Focus
© Warner Brothers

Kinocharts USA (27.2. - 1.3.): Softer "Focus" auf Will Smith

"Fifty Shades" taumelt vom Treppchen

Will Smith hat sich in den vergangenen Jahren rar in den Kinos gemacht: In den zehner Jahren konnte man ihn bislang lediglich 2012 in der erfolgreichen Fortsetzung "Men in Black 3" und 2013 in "After Earth" sehen, der zumindest in den USA floppte, im Rest der Welt etwas erfolgreicher war. Aber wenn nun Smith's "Comeback" eines deutlich macht, ist, dann dass Ruhm ein vergänglicher Zustand ist, der konstant gepflegt werden will.

Die Zeiten, in denen der "Fresh Prince of Hollywood" seine Produktionen mit 50plus Millionen Dollar eröffnete, sind jedenfalls ganz offenkundig vorbei. Sein neuer Film "Focus" schaffte es am Premierenwochenende nicht mal, über 20 Millionen Dollar umzusetzen. Rund 19 Millionen Dollar reichen zwar spielend zum Einstieg auf dem ersten Rang, aber der nur mäßige Schnitt von 5700 Dollar pro Kino spricht Bände. Die unter lediglich gemischten Kritiken und einer vermurksten Werbekampagne von Warner Brothers leidende Komödie (es geht um Trickbetrüger - aber was tricksen sie eigentlich, und wen betrügen sie?) war in 3323 Filmtheatern gestartet worden. Sie dürfte ihr reines Produktionsbudget von 50 Millionen Dollar in den USA wohl einspielen, aber ob sie beispielsweise die 70 Millionen Dollar Umsatz, die Smith's "Sieben Leben" 2008 verbuchte, erreicht, wird noch zu sehen sein.

Weiterhin fest wie die Bank von England steht der britische Abenteuerfilm "Kingsman - The Secret Service", der am dritten Wochenende die Silbermedaille verteidigte - auch dank exzellenter Mundpropaganda. Die 20th Century Fox-Produktion mit Colin Firth verlor nur mäßig an Zuschauern und sammelte nochmals knapp 12 Millionen Dollar ein. Fox hatten ihrem Erfolgsstreifen weitere 16 Kinos gebucht, so dass dieser in nun 3282 Filmtheatern zu sehen war. Dort langte es zu einem ordentlichen Schnitt von 3500 Dollar pro Kopie. Insgesamt hat die 81 Millionen Dollar teure Produktion nun 86 Millionen Dollar in Nordamerika erlöst. Weltweit sind es bereits 210 Millionen Dollar, so dass eine Fortsetzung gesetzt scheint.

Ebenfalls zufrieden dürfte man im Hause Paramount sein. Ihr Animationsfilm "SpongeBob Schwammkopf 3D" konnte am vierten Wochenende auch seinen Rang erneut besetzen und blieb der dritterfolgreichste Streifen der USA. Gleichermaßen lagen hier die Besuchereinbußen mit rund einem Drittel so moderat, dass es noch zu 11 Millionen Dollar in 3467 (minus 213) Lichtspielhäusern langte. Der Schnitt liegt bei beachtlichen 3200 Dollar pro Leinwand. In toto hat der 74 Millionen Dollar teure TV-Ableger bereits 140 Millionen Dollar in die Kassen gespült. Auch hier dürften die Produzenten einer Fortsetzung schon grünes Licht gegeben haben.

Der zweite Neustarter neben "Focus" war der Horrorfilm "The Lazarus Effect". Seit zwei Jahren verstaubte der Streifen mit Olivia Wilde in den Regalen. Ursprünglich wollten Lionsgate die Produktion in die Kinos bringen - nun erbarmten sich Relativity Media und starteten den von katastrophalen Kritiken und mieser Mundpropaganda gehemmten Streifen in 2666 Kinos, wo für 10 Millionen Dollar Karten ausgegeben wurden. Das entspricht einem nur mäßigen Schnitt von 4000 Dollar pro Leinwand und reichte lediglich zu Platz fünf in den Top Ten. Das einzig Gute: "The Lazarus Effect" kostete nur rund 4 Millionen Dollar, so dass er schon jetzt profitabel ist.

Auf den restlichen Plätzen rangierten: Auf dem vierten Platz der abgestürzte Spitzenreiter "Fifty Shades of Grey", der nach drei Vierteln seines Publikums am zweiten Wochenende nun am dritten davon wiederum die Hälfte einbüßte und gerade mal etwas mehr als "The Lazarus Effect" erlöste. Dank des Mega-Starts steht das Drama an seinem dritten Wochenende bei beachtlichen 148 Millionen Dollar. Auf dem sechsten Platz "MacFarland, USA" mit Kevin Costner (2. Wochenende / insgesamt 22 Millionen Dollar), Siebter wurde "American Sniper" (10. Wo. / 331 Mio.) von Clint Eastwood, auf acht lief die High School-Komödie "The DUFF" (2. Wo. / 20 Mio.) ein, auf den neunten Platz schoss nochmal "Still Alice" in die Top Ten hoch, nachdem Julianne Moore den "Oscar" als "Beste Nebendarstellerin" erhalten hatte und Sony Pictures Classics über 500 zusätzliche Kinos orderte (7. Wo. / 12 Mio.). Zehnter schließlich wurde "Hot Tub Time Machine 2" (2. Wo. / 10 Mio.).

Aus den Top Ten mussten drei Produktionen weichen: Am vierten Wochenende traf es "Jupiter Ascending". Der Abenteuerfilm der Wachowskis mit Mila Kunis floppt mit 43 Millionen Dollar - die Warner Brothers-Produktion hat alleine für die Produktion 176 Millionen Dollar verschlungen. Auch das Auslandsgeschäft scheint den Streifen nicht raushauen zu können - weltweit steht er aktuell bei 124 Millionen Dollar. Nach "Speed Racer" und "Cloud Atlas" der dritte sehr kostspielige Reinfall der Wachowskis in Serie. Zwei erfolgreiche britische Produktionen sagten "Good bye!": "The Imitation Game" hat in 14 Wochen 87 Millionen Dollar umgesetzt, und "Paddington" bringt es nach sieben Wochen auf 70 Millionen Dollar.

Alles in allem war es ein schwachbesuchtes Kinowochenende: 93 Millionen Dollar konnten die Top Twelve umsetzen; vor einem Jahr waren es mit "Non-Stop" und Liam Neeson an der Spitze 107 Millionen Dollar gewesen.



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