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Home - Ein smektakulärer Trip
Home - Ein smektakulärer Trip
© DreamWorks Animation

Kinocharts Großbritannien (20. - 22. März): "Home", sweet home!

Überraschungs-Erster düpiert "Insurgent"

Während sich am letzten Wochenende das Geschehen in den amerikanischen Kinos exakt wie erwartet abspielte, und "Insurgent" mit fast dem identischen Ergebnis seines Vorgängers "Divergent" aus dem Premierenwochenende ging ("geklonte Filme für ein geklontes Publikum", lästerten da einige), sorgten die britischen Zuschauer für ein Überraschungsergebnis in den Top Ten.

Statt "Insurgent", der sich mit der Silbermedaille zufrieden geben musste, machte ein Film das Rennen, mit dem wegen der eher schwachen Kritiken und der lauwarmen Zuschauererwartungen wohl so niemand gerechnet hatte: "Home - Ein smektakulärer Trip". Für Dreamworks Animation, deren bekannteste Animationsfilme die "Shrek"-Reihe ist, und Verleiher 20th Century Fox war also bereits am letzten Wochenende Ostern. 3,4 Millionen Pfund kamen in die Kassen der 531 Kinos. Damit wurde der meistgezeigte Film der Insel auch der meistgesehene. Die Taktik, den üblichen Osterferien-Kinderfilm eine Woche vorzuziehen, hat sich also bezahlt gemacht.

Das Nachsehen hatte da "Die Bestimmung - Insurgent", dessen Ergebnis von 3 Millionen Pfund im Gegensatz zu den USA und Deutschland zwar deutlich über dem von "Divergent" im Vorjahr lag (1,8 Millionen Pfund), aber von "Home" in den Schatten gestellt wurde. Es sieht also danach aus, als sollte die Abenteuerfilm-Fortsetzung des deutschen Regisseurs Robert Schwentke das Ergebnis des ersten Teils übertreffen, der letztes Jahr 6,7 Millionen Pfund umgesetzt hatte. "Insurgent" läuft in 497 Lichtspielhäusern.

Durch die Neuankömmlinge wurde Spitzenreiter "The Best Exotic Marigold Hotel 2" auf den dritten Rang gedrängt. An seinem vierten Wochenende schwächelte die britische Komödie erstmals deutlich und verlor über die Hälfte des Vorwochenpublikums, das jetzt ausgeschöpft zu sein scheint. Es kamen nochmals 670 000 Pfund für den John Madden-Streifen hinzu, so dass insgesamt 13,4 Millionen Pfund verbucht sind. Der erste "Best Exotic Marigold Hotel" hatte 2011 rund 19 Millionen Pfund umgesetzt. Diese Marke scheint die Fortsetzung, die in noch 518 Filmtheatern (minus 74 Kinos) über die Leinwände flimmerte, nicht zu erreichen.

Wie schon in den USA floppten die harten Männer auch auf der Insel: Der Abenteuerfilm "The Gunman" mit Sean Penn kam in 400 Sälen auf nur 406 000 Pfund, was lediglich zu Rang 5 reichte, während es Jason Statham trotz des Heimvorteils noch ärger erwischte: Sein Kriminalfilm "Wild Card" wurde gerade mal Zehnter mit 152 000 Pfund auf allerdings auch nur 229 Leinwänden.

Auf den restlichen Plätzen liegen: Vierter ist "Focus" mit Will Smith (4. Woche / 6,5 Millionen Pfund), Sechster ist "Run All Night" mit Liam Neeson (2. Woche / 1,7 Mio.), Siebter wurde das britische Drama "Suite francaise" mit Michelle Williams (2. Woche / 1,3 Mio.), Achter "Still Alice" mit "Oscar"-Gewinnerin Julianne Moore (3. Woche / 1,7 Mio.) und Neunter schließlich der Gigant "Fifty Shades of Grey" (6. Woche / 34,4 Mio.).

Aus den Top Ten flogen folgende Produktionen heraus: Nach drei Wochen traf es "Chappie", der mit rund 2,5 Millionen Pfund wie in Deutschland und den USA gefloppt ist, während Disney's "Oscar"-Gewinner "Baymax" nach acht Wochen mit rund 20 Millionen Pfund ein voller Erfolg geworden ist. Das Gleiche gilt für zwei britische, sehr unterschiedliche Produktionen: "Kingsman: The Secret Service" hat in acht Wochen rund 17 Millionen Pfund erreicht - und der aktuelle deutsche Spitzenreiter "Shaun das Schaf" verabschiedet sich auf der Insel nach sieben Wochen mit etwa 13,5 Millionen Pfund.

Insgesamt war es ein hervorragendes Wochenende in den britischen Kinos: 89 Prozent mehr Besucher als in der Vorwoche und auch 79 Prozent mehr als am Vorjahreswochenende, als "The Grand Budapest Hotel" das seltene Kunststück gelang, an seinem dritten Wochenende an die Spitze zu klettern.



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