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Avengers 2: Age of Ultron mit Scarlett Johansson
Avengers 2: Age of Ultron mit Scarlett Johansson
© Disney © Marvel 2015

Kinocharts Deutschland (23. - 26.4.): Kastrierte "Avengers" starten souverän

"Ex Machina" schafft es unter die Top Ten

Mit dem drittbesten Premierenwochenende des Jahres ist "Avengers: Age of Ultron" in den deutschen Kinos erwartet souverän gestartet und hat nach dem Hattrick von "Furious 7" für einen Wechsel an der Spitze gesorgt.
710 000 Besucher wollten den Abenteuerfilm sehen, der in genau 500 Kinos anlief. Für solch einen Blockbuster eine erstaunlich moderate Zahl (mit 740 Leinwänden blieb der beharrliche "Shaun das Schaf" der meistgezeigte Film Deutschlands).

Dass nur relativ wenige Lichtspielhäuser den Joss Whedon-Streifen auf ihre Spielpläne nahmen, liegt in einem Boykott von rund 200 Kinos begründet, die nicht damit einverstanden sind, dass der Verleih Walt Disney Pictures sich einen größeren Anteil als sonst üblich an den Kinoeinnahmen sichern will. In den Kinos, in welchen "Avengers" startete, war der Zuspruch konkurrenzlos hoch: 1400 Karten konnten durchschnittlich pro Kino verkauft werden. Auch sind die 710 000 Zuschauer eine deutliche Steigerung gegenüber dem ersten "Avengers", der 2012 zum Startwochenende 560 000 Kinofans hatten anlocken können.

Doch wenn man sieht, dass die Mega-Produktion rund um die Marvel-Superhelden fast nur die Hälfte der Superstarter 2015 - "Fifty Shades of Grey" und "Fast and Furious 7", die jeweils rund 1,3 Millionen Zuschauer am Startwochenende zählen konnten - verzeichnet hat, bleibt doch ein Geschmack von Enttäuschung zurück. Vielleicht hätten Disney weniger gierig sein sollen...

Mit 660 Sälen noch immer wesentlich mehr Kinos als "Avengers" kann "Fast & Furious 7" verzeichnen, der mit 200 000 verkauften Karten einen nur mäßigen Zuschauerrückgang (minus 47 Prozent) hinnehmen musste und so nur auf Rang zwei abgedrängt wurde. Über 300 Zuschauer im Schnitt pro Kopie am vierten Wochenende sind ein starkes Ergebnis – trotz der neuen Action-Konkurrenz bleibt der derzeit weltweit (noch) erfolgreichste Film des Jahres auch in Deutschland auf Erfolgskurs. Insgesamt haben 3,6 Millionen Besucher den Paul Walker-Thriller gesehen.

Ebenfalls einen Rang nach unten gedrängt wurde "Der Kaufhaus Cop 2", der sich mit einem Publikumsschwund von hervorragenden minus 19 Prozent überraschend gut behauptete – wenn auch auf niedrigem Niveau: 84 000 Karten wechselten für die Kevin James-Komödie an deren dritten Wochenende den Besitzer in den 589 Filmtheatern (plus 41). Die nur 143 Zuschauern pro Leinwand spiegeln das geringe Interesse. Alles in allem haben bis jetzt 389 000 Besucher die Fortsetzung, um die niemand gebeten hatte, gesehen.

Zwei kleinere Produktionen konnten sich nur am anderen Ende der Top Ten platzieren: "Ex Machina" machte dabei die bessere Figur als "Big Eyes". Das Regiedebüt von Alex Garland war in lediglich 92 Sälen zu sehen und schaffte es mit 25 000 Besuchern dennoch auf Platz neun. Für den britischen Science Fiction-Film ein respektabler Schnitt von 279 Zuschauern pro Filmkopie. Einen Platz dahinter stieg "Big Eyes" ein. Das Drama von Tim Burton mit Golden Globe-Gewinnerin Amy Adams verzeichnete 22 000 Besucher in 133 Kinos und damit einen Schnitt von nur 169 verkauften Karten. Wie schon im Rest der Welt ist das Interesse an dem Streifen auch hierzulande gering – trotz des "Heimspiels" von Christoph Waltz.

Auf den weiteren Plätzen: Vierter wurde "Der Nanny" (5. Woche / insgesamt 1,4 Millionen Zuschauer); Fünfter wurde "Shaun das Schaf" (6. Woche / 1,5 Mio.); Sechster wurde "Run All Night" (2. Woche / 162 000); Siebter wurde "Home" (5. Woche / 560 000) und Achter wurde "Halbe Brüder" (3. Woche / 191 000).



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