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Avengers 2: Age of Ultron mit Jeremy Renner als Hawkeye
Avengers 2: Age of Ultron mit Jeremy Renner als Hawkeye
© Disney © Marvel 2015

Kinocharts USA (8. - 10.5.): "Hot Pursuit" weder heiß noch Verfolger

"Avengers" unangefochten

Nach dem sensationell guten Start mit 191 Millionen Dollar ist "Avengers: Age of Ultron" an seinem zweiten Wochenende im Rahmen des Erwartbaren auf 77 Millionen Dollar zurückgefallen, ein Rückgang von rund 60 Prozent. Das erhärtet die Vermutung, dass die Disney-Produktion die grandiosen 623 Millionen Dollar, die der erste Teil vor drei Jahren insgesamt umgesetzt hatte, nicht erreichen wird. Derzeit steht der Abenteuerfilm bei 313 Millionen Dollar. Die sehr hohe Zahl von 4276 Kinos blieb unverändert hoch, der Schnitt pro Saal war mit 18 000 Dollar exzellent. Mit anderen Worten: "Avengers: Age of Ultron" mag keine Rekorde brechen, aber er macht den Kassenwart im Haus mit der Maus sehr glücklich. Zumal das Auslandsgeschäft nochmal wesentlich besser läuft: Obwohl noch nicht in Japan und China gestartet, hat der Robert Downey Jr-Film dort bereits über eine halbe Milliarde Dollar umgesetzt. Beim weltweiten Einspiel ist also noch nicht ausgeschlossen, dass "Age of Ultron" seinen Vorgänger, der in toto 1,5 Milliarden Dollar erlöste, einholt.

Für "Miss Bodyguard" (im Original "Hot Pursuit") standen die Zeichen schon vor dem Wochenende auf "abschenken": Die Warner Brothers-Komödie konnte mit ihrer intensiven Werbekampagne die miserablen Kritiken und die bereits schlechte Mundpropaganda nicht übertönen. Mit einem Debüt von 13 Millionen Dollar reicht es für den Reese Witherspoon-Streifen zwar für den zweiten Rang, aber der mäßige Schnitt von lediglich 4400 Dollar zeigt schon das geringe Interesse der Zuschauer in den 3003 Filmtheatern. Während Witherspoon vor drei Jahren mit ihrer Komödie "Das gibt Ärger" (This Means War) noch glimpflich davongekommen war, droht ihr jetzt ein richtig fetter Flop. Die 35 Millionen Dollar Produktionskosten dürften in Nordamerika alleine nicht erreicht werden. Und Sofia Vergara's Ambitionen, vom "Modern Family"-Fernsehen aus die Kinoweltwelt zu erobern, dürften einen Dämpfer erhalten haben.

Den dritten Rang verteidigte "Für immer Adaline" mit gutem Ergebnis: Zwar sind 5,6 Millionen Dollar am dritten Wochenende nun kein Ruhmesblatt, aber der Zuschauerschwund war mit nur minus neun Prozent fast nonexistent. Lionsgate Films hatten dem Blake Liveley-Drama 79 weitere Kinos gebucht, so dass es nun mit 3070 Kopien lief (der Schnitt lag bei schwachen 1800 Dollar). Insgesamt hat "The Age of Adaline" jetzt Karten im Wert von 32 Millionen Dollar abgesetzt.

Auf den weiteren Rängen liegen: Vierter ist "Furious 7" (6. Woche / insgesamt 338 Millionen Dollar), Fünfter ist "Der Kaufhaus Cop 2" (4. Woche / 58 Mio.), Sechster ist "Ex Machina" (5. Woche / 16 Mio.) von Alex Garland, Siebter ist "Home" (7. Woche / 162 Mio.), Achter ist das britische Drama "Woman in Gold" (6. Woche / 27 Mio.) mit Helen Mirren, Neunter ist "Cinderella" (9. Woche / 196 Mio.) und Zehnter ist der Independent-Horrorfilm "Unfriended" (4. Woche / 31 Mio.).

Aus den Top Ten nahm "Kein Ort für Dich" (The Longest Ride) am fünften Wochenende Abschied. Mit nur 35 Millionen Dollar ist Lasse Hallström's Nicholas Sparks-Adaption gefloppt. Allein die Produktionskosten (ohne Marketing und Verleih) betrugen 34 Millionen Dollar. 20th Century Fox müssen nun auf ein gutes Auslandsgeschäft hoffen - das hat sich bisher aber auch noch nicht materialisiert.

Alles in allem war es mit insgesamt 122 Millionen Dollar, welche die Top Twelve umsetzten, ein mäßiges Wochenende. Vor einem Jahr, als "Neighbors" mit Seth Rogen und 49 Millionen Dollar an der Chartsspitze Premiere feierte, lag der Umsatz bei 127 Millionen Dollar.



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