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Der Babadook
Der Babadook
© Central Film © Capelight Pictures

Kinocharts Deutschland (7. - 10.5.): "Babadook" spukt in leeren Kinos

Russell Crowe und Will Ferrell verpassen die Top Ten

Nach den erfreulich vollen Kinos am langen ersten Maiwochenende waren die Lichtspielhäuser am letzten Wochenende wieder gähnend leer: Lediglich "The Avengers: Age of Ultron" konnte ein sechsstelliges Ergebnis erzielen, fast sämtliche Filme verloren deutlich über die Hälfte ihres Vorwochenende-Publikums, aber vor allem reizte keiner der Neuankömmlinge, denen zudem auch nur wenige Leinwände zugesprochen worden waren, die Zuschauer. Kein Wunder also, dass das Gesamtergebnis der Top Ten gegenüber dem Vorjahr um 39 Prozent tiefer lag. Damals feierte "Bad Neighbors" mit 483 000 Besuchern einen gelungenen Start auf dem Kinothron.

Aktuell erhielt wie erwartet "Avengers: Age of Ultron" mit 222 000 verkauften Karten an seinem zweiten Wochenende erneut die Goldmedaille. In unverändert 500 Kinos ergab sich ein guter Schnitt von 445 Zuschauern pro Filmkopie. Alles in allem haben inzwischen 1,8 Millionen Besucher das Joss Whedon-Werk angeschaut. Damit ist der Trend umgekehrt zu den USA: Während dort deutlich weniger Besucher verglichen mit "The Avengers" von 2012 gezählt werden (319 Millionen Dollar gegenüber 381 Millionen Dollar), hat hierzulande die Fortsetzung die Nase vorne: Nach 18 Tagen hatte "The Avengers" nur 1,6 Millionen Karten absetzen können.

Erfreulich die Entwicklung für "Kein Ort ohne Dich". Das gerade in den USA gefloppte Drama war einer der wenigen Filme am letzten Wochenende, das seinen Zuschauerschwund mit nur minus 40 Prozent in Grenzen halten konnte. Das machte sich an diesem besucherschwachen Wochenende in den Top Ten sofort positiv bemerkbar: Die Nicholas Sparks-Adaption stieg an ihren zweiten Wochenende vom vierten auf den zweiten Rang. Dazu reichten
98 000 Besucher in 481 Kinos. Allerdings hatten 20th Century Fox auch nachgeholfen und die Saalzahl um 106 erhöht. Damit bleibt "The Longest Ride" (so der Originaltitel) aber auch nur Einäugiger unter den Blinden: Der Schnitt von 204 besetzten Kinosesseln pro Filmtheater bleibt mäßig, die Zuschauerzahl von insgesamt 326 000 ebenso.

Auf dem dritten Rang knattert nach sechs Wochen immer noch der Erfolgsfilm "Fast & Furious 7". Zwar geht langsam der Sprit aus (minus 60 Prozent Besucher), und auch die Zahl der Lichtspielhäuser, in denen Vin Diesel und Co. ihre Runden drehen, ging weiter zurück (minus 36 auf 589 Säle), aber mit 78 000 verkauften Karten (das entspricht einem guten Schnitt von 133 pro Kino) und jetzt nur noch wenigen tausend Zuschauern unter der Vier Millionen Marke hat "Furious 7" die Konkurrenz ja schon mehr als einmal überrundet.

Nur wenige Kinos nahmen die Premieren "The Babadook", "Die abhandene Welt" von Margarethe von Trotta, "Das Versprechen eines Lebens" von und mit Russell Crowe und "Der Knastcoach" mit Will Ferrell auf ihre Spielpläne. Letztere drei verfehlten die Top Ten dann auch gründlich - besonders bitter "Der Knastcoach", der nicht mal 10 000 Tickets los werden konnte.

Bleibt "Der Babadook" als kleine Erfolgsgeschichte. Australiens Film des Jahres 2014 (zusammen mit "Das Versprechen eines Lebens", dem das offenbar weniger nutzte) schaffte es mit 28 000 Besuchern wenigstens als Siebter unter die Top Ten. Der von den Kritikern heiß geliebte, vom Publikum weniger gemochte Horrorfilm der Regiedebütantin Jennifer Kent lief mit nur 93 Kopien an und erreichte somit immerhin einen Schnitt von 305 Besuchern.

Auf den weiteren Plätzen: Vierter "Tinkerbell und die Legende vom Nimmerbiest" (2. Woche / insgesamt 266 000 Zuschauer); Fünfter "Der Kaufhaus-Cop" (5. Woche / 588 000); Sechster "Der Nanny" (7. Woche / 1,5 Mio.); Achter "Shaun das Schaf" (8. Woche / 1,6 Mio.), der mit 703 Kinos der mit weitem Abstand meistgezeigte Film Deutschlands bleibt; Neunter "Run All Night" (4. Woche / 265 000) und Zehnter "Die Gärtnerin von Versailles" (2. Woche / 68 000).

Aus den Top Ten verschwand der Mega-Flop "The Gunman" mit Sean Penn (2. Woche / 102 000).



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