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Vorschau US-Kinowochenende: Melissa McCarthy Super-"Spy"

Komödie an Charts-Spitze?

Melissa McCarthy ist ein Phänomen. Lichtjahre vom Erscheinungsbild einer Angelina Jolie oder gar Megan Fox entfernt, schafft es die Schauspielerin seit Jahren, selbst schwache Streifen wie "Identity Thief" ("Voll abgezockt") und "Tammy" zu Erfolgen an den Kinokassen zu machen. Keine Frage, die 34-Jährige ist beliebt und kann inzwischen mühelos einen Film wie "Spy - Susan Cooper Undercover" auf ihren Schultern eröffnen und gesetzte britische Stars wie Jason Statham und Jude Law buchstäblich zur Seite drängen.

Heute startet die 20th Century Fox-Komödie um eine Schreibtisch-CIA-Analystin (McCarthy), die sich freiwillig meldet, um mit neuer Identität ausgestattet die Welt eines mörderischen Waffenhändlers zu infiltrieren und ein globales Desaster zu verhindern. Und die Branchenkenner fragen sich: Wenn Melissa selbst Quark zu Sahne schlagen kann, was macht sie dann erst aus Creme fraiche? Denn zum Einen arbeitet die Darstellerin hier mit Regisseur Paul Feigg zusammen, der mit ihr die unterhaltsamen Erfolge "Bridesmaides" ("Brautalarm") und "The Heat" ("Taffe Mädels") verantwortete, was Gutes hoffen lässt; zum Anderen sind die Kritiker fast einhellig begeistert von der neuen witzigen Agentenparodie. Die Rezensionen sind sogar besser als bei "Brautalarm"!

Das ist auch notwendig, denn die Trailer sind nur mittelprächtig. Insgesamt haben Fox eine große Werbekampagne angekurbelt und bringen ihre Produktion in 3711 Kinos. Damit bleibt Vorwochen-Champ "San Andreas" mit Dwayne Johnson und seinen 3812 Kopien der meistgezeigte Film Nordamerikas. Analysten erwarten dennoch, dass "Spy" ihm die Kinokassenkrone entwindet und etwa 40 Millionen Dollar umsetzen wird.

Bereits am Mittwoch haben Warner Brothers die Komödie "Entourage" gestartet. Reagan Sulewski von "Box Office Prophets" lästert, dass die Kinoversion der HBO-Fernsehserie "vier Jahre nach deren Einstellung kommt und sieben Jahre, nachdem alle aufgehört hatten, sie sich anzusehen". Regisseur und Drehbuchautor Doug Elin hat unter der Schlagzeile "The Ride Ain't Over" wieder die alte Bande versammelt. Erzählt wird von Filmstar Vincent Chase (Adrien Grenier), der zusammen mit seinen Freunden wieder dick im Geschäft ist: Superagent Ari Gold (Jeremy Piven), der nun Studiochef ist, vertraut Vincent als dessen Regiedebüt ein riskantes Projekt an.

"Entourage" scheint ein Film der Kategorie "Wer hat das denn bitte bestellt?", und die Kritiker zeigen sich auch wenig beeindruckt. Der Film wirke wie eine besonders seichte, auf Spielfilmlänge aufgeblasene Version einer der Folgen. Doch die ersten Zuschauerreaktionen sind begeistert - vielleicht überrascht der TV-Ableger ja doch positiv. Branchenkenner erwarten um die 15 Millionen Dollar für den Streifen, was ihm seine Premiere nur in der Mitte der Charts bescheren würde.

Auch eine Fortsetzung, um die niemand gebeten hat, die aber nach dem Erfolg von "Insidious 2", der 2013 erfolgreicher als das Original in den Filmtheatern lief, wohl eine kommerzielle Notwendigkeit ist, kommt mit "Insidious Chapter 3" in die Säle. Doch hier sind die Vorzeichen überraschend positiv: Sowohl die ersten Zuschauerreaktionen auf den Horrorfilm sind ermutigend, als auch die Kritiken, welche die bisher besten des Trios sind.

"Insidious: Chapter 3" ist ein Prequel und zeigt, wie das begabte Medium Elise Rainier (Lin Shaye) ihre Fähigkeiten nutzt, um die Toten zu kontaktieren und einer Teenagerin (Stefanie Scott) zu helfen, einem gefährlichen übernatürlichen Wesen zu entkommen. Shaye ist die einzige des Darsteller-Ensembles, die aus den Vorgängern erneut zu einem Abenteuer in der Spukwelt dabei ist, das wie die ersten beiden Teile von Leigh Whannell geschrieben wurde und der nun auch erstmals Regie führt. Und das laut den Rezensenten überzeugend: Zwar sei der Film weniger spannend als der erste von 2011, aber er sei thematisch überraschend tief und werde von einer weiteren überzeugenden Darstellung von Lin Shaye belebt.

Focus Features senden den Streifen auf 3002 Leinwände. Mit etwa 25 Millionen Dollar erwarten Branchenkenner "Insidious Chapter 3" deutlich hinter dem zweiten Teil, der mit 40 Millionen Dollar startete. Aber für einen Rang auf dem Treppchen könnte das reichen.



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